Kensington Palast wird neu eröffnet

Das elfenbeinfarbene Hochzeitskleid, das Queen Victoria trug als sie 1840 Prinz Albert heiratete, ist Teil der Ausstellung.
Das elfenbeinfarbene Hochzeitskleid, das Queen Victoria trug als sie 1840 Prinz Albert heiratete, ist Teil der Ausstellung. ©DAPD
Bis zu ihrem Tod war der Kensington Palast das Zuhause von Prinzessin Diana, demnächst ziehen William und Kate dort ein: Nach jahrelangem Umbau steht das historische Bauwerk mitten in London bald erneut Besuchern offen.
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Ab kommenden Montag (26. März) sind Teile des Palastes wieder geöffnet. Das 300 Jahre alte Bauwerk ist komplett renoviert worden. Gekostet hat das Ganze inklusive Gartengestaltung rund zwölf Millionen Pfund (14,3 Millionen Euro). In den Räumen wird mit reichlich moderner Museumstechnik sowohl die Geschichte des Hauses als auch der Menschen, die dort lebten, erzählt. Dabei wollten die Macher in jedem Fall steife Museumsatmosphäre vermeiden. “Wir wollen, dass dies ein Palast für alle ist”, sagte am Dienstag Mit-Kuratorin Joanna Marschner. “Dieser Palast hat so viele Dinge gesehen. Diese Wände hier haben Sachen gehört, die unser aller Geschichte beeinflusst haben.” Neben Exponaten gibt es vor allem Installationen.Die modernen Bewohner des Palastes spielen nur am Rande eine Rolle. Prinzessin Diana allerdings, die hier von 1983 bis zu ihrem Unfalltod 1997 lebte, hat einen eigenen Raum, in dem teilweise nie gezeigte Kleider von ihr ausgestellt werden. Prinz William und Herzogin Kate kommen als Foto-Porträt vor. Viel zu erfahren gibt es dagegen über Königin Victoria, die 1819 im Kensington Palast geboren wurde. Auch die tragische Geschichte des Endes der Stuart-Dynastie nimmt viel Raum ein.

Elternhaus von Queen Victoria

1689 kauften König William III. und Königin Anne II. den Bau im damaligen Dorf Kensington als Winterresidenz – wegen der guten Luft. Denn der König litt unter chronischem Asthma. Nach und nach ließen das Königspaar und seine Nachfolger das Landhaus umbauen und anbauen sowie hübsche Gärten anlegen. Im 18. Jahrhundert verlor das Gebäude an Bedeutung, weil regierende Monarchen im Buckingham Palast lebten. Ans Herz gewachsen war Kensington Palace aber Königin Victoria, die 1819 hier aufwuchs. Sie überzeugte das britische Parlament 1897, den Palast zu restaurieren und Teile für Besucher zu öffnen. Nur ein privater Bereich blieb dem Königshaus vorbehalten.

(APA)

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