Keine Verbesserung der Sicherheit in Afghanistan

Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich nach Erkenntnissen der Vereinten Nationen im Vergleich zum Vorjahr nicht verbessert. Die Zahl der Bombenanschläge auf den Straßen habe in den ersten vier Monaten des Jahres gegenüber demselben Vorjahreszeitraum um 94 Prozent zugenommen, heißt es im Quartalsbericht von UNO-Generalsekretär Ban an den Weltsicherheitsrat in New York.

Pro Woche würden etwa drei Selbstmordanschläge verübt, die Hälfte davon in den überwiegend von Paschtunen bewohnten Gegenden im Süden Afghanistans. Mordanschläge auf afghanische Behördenvertreter hätten in den ersten vier Monaten des Jahres im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum um 45 Prozent zugenommen, geht aus dem Bericht hervor.

Für die USA ist der jüngste Fund wertvoller Bodenschätze in Afghanistan eine wichtige Grundlage der Bemühung, einen stabilen Staat aufzubauen. “Eine effektive afghanische Regierung benötigt Ressourcen, um sich selbst tragen und ihrem Volk wirksam Leistungen bieten zu können”, sagte US-Außenamtssprecher Philip Crowley in Washington. Dass in dem seit Jahrzehnten vom Krieg heimgesuchten Land Bodenschätze im Wert von fast einer Billion Dollar (830 Milliarden Euro) unter der Erde ruhten, sei daher eine “willkommene Entwicklung”. Crowley nannte einen wirtschaftlichen Auftrieb “fundamental für die Zukunft Afghanistans”. Es werde allerdings noch viele Jahre dauern, bis das wertvolle Lithium und die anderen Metallvorkommen tatsächlich zu Geld gemacht werden könnten. Der Westen müsse helfen, die nötigen Strukturen aufzubauen, damit die Bevölkerung davon profitieren könne und die Gewinne nicht von Warlords und korrupten Politikern eingesteckt würden, hieß es.

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