Keine Todesstrafe: Deutsche Oma ertränkte Enkel in den USA

Angeklagt erlhielt lange Haftstrafe
Angeklagt erlhielt lange Haftstrafe ©EPA
Eine deutsche Frau hat in den USA ihren Enkelsohn ertränkt, um ihn vor dem Schicksal eines Scheidungskindes zu bewahren. Deshalb drohte der 73-Jährigen die Todesstrafe. Nun kommt die Pensionistin aus Baden-Württemberg mit einer langen Haftstrafe davon.

Am Montag verurteilte eine Richterin die Frau wegen Totschlags zu 21 Jahren und sechs Monaten Gefängnis. Auf dieses Strafmaß hätten sich die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung wenige Wochen vor dem offiziellen Prozessbeginn in Florida geeinigt, berichtete die Lokalzeitung “Apalachicola Times”. Bis dahin hatte die Anklagebehörde die Hinrichtung der Pensionistin verlangt.

Demenz und Depressionen

Die Richterin habe es als erwiesen angesehen, dass die 73-Jährige ihren in Amerika geborenen Enkelsohn Camden im Januar 2010 im Ferienort St. George Island umbrachte, weil der damals Fünfjährige nicht als Kind geschiedener Eltern aufwachsen sollte. Dieses Tatmotiv hatte ihr Ehemann in seiner Zeugenaussage genannt. Die Verteidigung machte eine mangelnde Zurechnungsfähigkeit der Pensionistin geltend. Sie leide an Demenz und Depressionen und habe zur Tatzeit Wahnvorstellungen gehabt. Zwischenzeitlich galt sie auch als nicht verhandlungsfähig.

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