AA

Keine Einigung bei Namensstreit zwischen Athen und Skopje

Nach den Gesprächen zwischen Vertretern Athens und Skopjes über die Namensgebung Mazedoniens am Montag in Wien hat es keine Einigung gegeben. UNO-Vermittler Matthew Nimetz zeigte sich dennoch "optimistisch".

Es sei eine “nützliche Diskussion” gewesen und er habe beide Länder zu weiteren Gesprächen nächste Woche nach New York eingeladen, sagte Nimetz nach den Gesprächen im Büro des ehemaligen UNO-Vermittlers für den Kosovo, Martti Ahtisaari, gegenüber Journalisten.

Man sei “Möglichkeiten durchgegangen” und beide Seiten hätte “Vorschläge eingebracht”. Der Namensstreit solle in möglichst kurzer Zeit gelöst sein, da für nächste Woche der UNO-Vermittler beide Länder nach New York zu weiteren Gesprächen eingeladen hatte. Weitere Schritte wurden nicht getätigt, da es sich um “einen intensiven Prozess handle, wo die Positionen beider Seiten genau analysiert werden müssen”, so Nimetz. Die Frage, ob die politische Situation der beiden Länder zur Diskussion stand, verneinte er.

Da es “viele gute Gründe gibt, dieses Problem zu lösen”, zeigte sich der UNO-Vermittler “optimistisch” für die Zukunft. Er lobte das Engagement der USA mitzuhelfen, diesen Streit beizulegen. Er habe “wenig Einfluss” auf die Diskussionsparteien, da er “nur als Vermittler” fungiere.

Nimetz hatte Anfang des Jahres fünf Varianten für den künftigen Namen der “Früheren Jugoslawischen Republik Mazedonien” (FYROM), wie der Staat offiziell heißt, vorgeschlagen: “Neue Republik von Mazedonien”, “Konstitutionelle Republik Mazedonien”, “Demokratische Republik Mazedonien”, “Unabhängige Republik Mazedonien”, “Republik-Ober-Mazedonien”. Bei einer Einigung auf einen dieser Namen sollte dieser als offizieller Name bei internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen oder der NATO geführt werden.

Für Skopje wären die Bezeichnungen “Unabhängige Republik Mazedonien” oder “Demokratische Republik Mazedonien” in den bilateralen Beziehungen zu Griechenland annehmbar, allerdings nicht in Bezug auf internationale Organisationen und nicht in Kontakten mit jenen 120 Staaten, die Mazedonien unter seinem Verfassungsnamen – “Republik Mazedonien” – bereits anerkannt haben.

Die Lösung des Streits wird immer notwendiger, da im April eine Entscheidung über einen Beitritt Mazedoniens in die NATO getroffen werden soll. Athen hat bereits klargestellt, dass Griechenland den NATO-Beitritt seines nördlichen Nachbarn blockieren wird, wenn sich beide Seiten im Konflikt um die Namensgebung nicht einigen können. Skopje und Athen streiten seit 1991 um den Namen der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik.

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Keine Einigung bei Namensstreit zwischen Athen und Skopje
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen