Keine Einigung auf Sparpaket in Griechenland

Die griechische Regierung und die Opposition haben sich bei ihrem Krisentreffen nicht auf einen gemeinsamen Sparkurs einigen können. Das sagte der Chef der kleinen Rechtspartei LAOS, Giorgos Karatzaferis. "Einigen sind wohl ihre Stühle wichtiger als das Land", sagte Karatzaferis nach dem mehrstündigen Treffen. Die anderen Parteivorsitzenden wollten am Freitag ebenfalls Erklärungen abgeben.
Kein IWF- Geld für Griechenland?

Das Treffen war von Staatspräsident Karolos Papoulias angesetzt worden. Papoulias wollte ausloten, ob doch noch Einigkeit beim neuen harten Sparpaket hergestellt werden kann. Die EU will nur bei einem überparteilichen Konsens zusätzliche Hilfszusagen für kommendes Jahr geben. Blieben diese aus, würde der am Euro-Rettungspaket maßgeblich beteiligte IWF bereits seine für Juni geplante Kredittranche über 3,3 Milliarden Euro zurückhalten. Ohne frisches Geld ist Griechenland Mitte Juli zahlungsunfähig.

EU-Kommission zu Griechenland: Die Zeit läuft aus

EU-Währungskommissar Olli Rehn hat das Scheitern der Gespräche von Regierung und Opposition in Griechenland über eine gemeinsame Sparpolitik bedauert. “Wir erwarten, dass die Bemühungen um eine parteiübergreifende Einigung zur Unterstützung des Hilfsprogramms von EU und IWF fortgesetzt werden”, heißt es in einer Erklärung Rehns vom Freitag in Brüssel. “Eine Einigung muss rasch gefunden werden. Die Zeit läuft aus.”

Die Kommission bedaure das Scheitern der Gespräche zwischen Regierung und Opposition. “Es ist entscheidend für die Gesundung der griechischen Wirtschaft, dass alle Parteien einschließlich der Oppositionsparteien eine konstruktive Haltung einnehmen und das EU-IWF-Programm und dessen Umsetzung unterstützen”, mahnte Rehn. “Die Größe dieser Herausforderung ist ein Test für die griechische Gesellschaft insgesamt und erfordert deswegen eine Beitrag aller Parteien und aller Bürger.”

  • VIENNA.AT
  • Politik
  • Keine Einigung auf Sparpaket in Griechenland
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen