Keine Chance für Prinz William

Prinz William hat keine Chance auf den angeblich von ihm angestrebten Posten des Generalgouverneurs von Australien.

Das stellte Regierungschef John Howard am Freitag in Canberra klar. Der 25-jährige Sohn von Thronfolger Prinz Charles soll sich für das Amt des Vertreters der Krone und amtierenden Staatsoberhauptes in dem Commonwealth-Land interessiert haben, heißt es in einem Buch zum zehnten Jahrestag des Todes seiner Mutter Prinzessin Diana. Darauf angesprochen sagte der konservative Premier, der eigentlich als glühender Monarchieanhänger gilt, einem lokalen Radiosender: „Wir haben seit langem klar gestellt, dass dieser Posten an einen eingefleischten Australier gehen soll.“

Die australische Opposition hatte einen Plan präsentiert, wie das Land bis zum Jahr 2010 in eine Republik umgewandelt werden könnte. Das Referendum über die Staatsform im Jahr 1999 hatten die Anhänger der Republik nur knapp verloren. Oppositionsführer Kevin Rudd meinte: „Australien ist besser darin, Royals wie Prinzessin Mary zu exportieren, als welche zu importieren.“ Mary Donaldson stammt aus Tasmanien und ist mit dem Thronfolger von Dänemark, Kronprinz Frederik, verheiratet.

Die Königin von England ist Staatsoberhaupt von Australien. Sie wird auf dem fünften Kontinent durch einen Generalgouverneur repräsentiert. Der Kandidat für den Posten wird vom jeweiligen Regierungschef vorgeschlagen. Zuletzt hatte der anglikanische Erzbischof Peter Hollingworth als Generalgouverneur zurücktreten müssen, weil ihm vorgeworfen war, Unregelmäßigkeiten in einer kirchlichen Schule vertuscht zu haben.

In der Vergangenheit hatten Mitglieder des Königshauses verschiedentlich Gouverneursfunktionen wahrgenommen. So war der Herzog von Windsor, der 1936 als König Eduard VIII. abgedankt hatte, von seinem Bruder und Nachfolger Georg VI., dem Vater der heutigen Queen, im Zweiten Weltkrieg zum Generalgouverneur der Bahamas ernannt worden. Lord (Louis) Mountbatten war letzter Vizekönig von Indien.

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