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Keine Ausflüchte für Polanski

Niederlage für Polanski.
Niederlage für Polanski. ©AP
Juristische Niederlagen hat der Starregisseur zu verkraften. Er muss bei seinem Prozess anwesend sein und eine Einstellung des Verfahrens wurde abgelehnt.
Polanskis Anwälte kämpfen um Verjährung
Polanski in der Schweiz festgenoimmen

Roman Polanski, der in der Schweiz unter Hausarrest steht, kann in seinem mittlerweile 30 Jahre laufenden Vergewaltigungs-Prozess nicht in Abwesenheit verurteilt werden. Ein Gericht in Kalifornien hat am Donnerstag einen Antrag des 76-Jährigen abgewiesen. Damit scheint der Weg für Polanskis Auslieferung in die USA geebnet.

Zudem wies das Gericht auch einen Antrag von Polanskis Opfer zurück, das Verfahren gegen den Oscar-Preisträger einzustellen. Polanski wird vorgeworfen, 1977 ein 13-jähriges Mädchen, in der Villa von Hollywoodstar Jack Nicholson, mit Drogen gefügig gemacht und sexuell missbraucht zu haben. Polanski hatte sich damals schuldig bekannt und saß 42 Tage in Haft, entzog sich 1978 aber der Fortsetzung des Verfahrens, indem er ins Ausland floh und seitdem die USA nie wieder betrat.

Polanskis damaliges Opfer selbst, bemüht sich seit längerer Zeit um eine Einstellung des Verfahrens. Die öffentliche Aufmerksamkeit seit der Verhaftung des Filmemachers im Herbst würde ihre Familienleben, ihre Arbeit und ihre Gesundheit belasten, versicherte ihr Anwalt.

Der in Polen geborene Regisseur (“Der Pianist”) war am 26. September 2009 aufgrund eines US-Haftbefehls bei der Einreise in die Schweiz verhaftet worden. Gegen eine Kaution und weiterer Auflagen wurde er Anfang Dezember aus der Auslieferungshaft entlassen und mit einer Fußfessel versehen in Gstaad unter Hausarrest gestellt.

Polanskis Anwälte hatten Berufung gegen einen Richterspruch eingelegt, wonach der flüchtige Regisseur persönlich vor der US-Justiz erscheinen muss. Nach dem neuesten Stand der Dinge, ohne Erfolg.

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