Kein Vermögen für die Habsburger

Die Nachkommen der 1919 in Österreich enteigneten Dynastie Habsburg-Lothringen haben kein Recht auf die Rückgabe ihres Vermögens durch den Staat Österreich.

Dies hat jetzt eine staatliche Schiedsstelle in letzter Instanz entschieden.

Liegenschaften bleiben im Besitz der Stadt Wien

Drei Gruppen der Familie Habsburg-Lothringen hatten im Mai 2003 die Rückgabe von Gütern, Schlössern, anderen Grundstücken und Wiener Mietshäusern sowie Wertpapiervermögen verlangt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur APA begründete die Schiedsstelle ihre Entscheidung mit einem speziellen Rückgabeverbot, das in der österreichischen Verfassung verankert und zuletzt im Staatsvertrag von 1955 bestätigt worden sei. Die umstrittenen Liegenschaften bleiben damit weiterhin im Besitz des Staates beziehungsweise der Stadt Wien. Der Wert des Vermögens ist nicht bekannt.

Die Habsburger-Dynastie herrschte seit dem 13. Jahrhundert ununterbrochen in Österreich. Nach dem Ende des 1. Weltkriegs wurden die Monarchie und mit ihr alle Adelstitel abgeschafft. Der letzte Habsburger-Kaiser, Karl I., ging ins Exil. Sein Sohn, Otto von Habsburg, durfte erst 1961 nach Österreich zurückkehren, nachdem er offiziell auf alle Herrscherrechte und einstigen Vorrechte seiner Familie verzichtet hatte.

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