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Kein Heimsieg, Bangen um Profifußball

©Luggi Knobel
Austria Lustenau kam gegen Prügelknabe FAC über ein 1:1-Remis nicht hinaus, verlor zwei Punkte und muss um den Verbleib im Profizirkus bangen.
Best of Austria Lustenau und FAC

Der Fortbestand nach 21 Jahren Profifußball für die Lustenauer Austria im Reichshofstadion ist in Gefahr. Abseits des grünen Rasen kämpfen die Grün-Weißen um den Verbleib in der zweithöchsten Spielklasse Österreichs. Sportlich? Fünf Runden vor Schluss sind die Schützlinge von Trainer Lassaad Chabbi auf dem fünften Tabellenplatz und werden diesen Rang höchstwahrscheinlich auch am Ende der Saison einnehmen. Immerhin hat Lustenau schon vier Punkte mehr auf dem Konto als in der letzten Meisterschaft nach 36 Spieltagen. Die Pflichtaufgabe gegen das Schlusslicht und vermutlichen Fixabsteiger FAC erfüllten die Lustenauer nur zu 50 Prozent. Es sind aber auch die schwierigsten Partien, wenn man praktisch nur verlieren kann, sollten die drei Punkte nicht eingefahren werden.  Christoph Stückler und Co. kamen gegen die schwachen Wiener über ein 1:1-Heimremis vor 2000 Zuschauern nicht hinaus. Den achten Heimsieg haben die Grün-Weißen nicht geschafft, sind aber auch selbst Schuld daran. Das Fehlen von Mittelfeldregisseur und Torjäger Julian Wießmeier und Eigenbau Pius Grabher (krank) machte sich bei den Hausherren aber doch bemerkbar. Ausgerechnet an seinem 20. Geburtstag hielt Youngster Nicolas Mohr seinen Kasten nicht rein.

Der Ex-FCL-Akteur Furkan Aydogdu schockte die Hausherren, als er nach einer halben Stunde zur überraschenden Führung mit einem Schuss von der Strafraumgrenze ins Schwarze traf (32.). Es war aber auch die einzige nennenswerte Möglichkeit des Prügelknaben während der gesamten Spielzeit. Einbahnfußball pear excellence Richtung FAC-Tor gab es von der Austria. Teilweise wurde über die Außenbahnen gut kombiniert und es kam logischerweise zu vielen guten Einschussmöglichkeiten. Allerdings verwerte der Tabellenfünfte nur eine einzige: Der Brasilianer Bruno da Silva Souza war per Kopf aus kurzer Distanz zur Stelle (42.). Das dritte Saisontor vom quirligen Sambatänzer war aber letztendlich zuwenig um drei Punkte zu ergattern.

Kurz zuvor hatte der 21-jährige Offensivkicker Pech, als sein wuchtiger Kopfball nur die Querlatte traf (35.). Weitere Hochkaräter blieben von Lustenau ungenützt: So vergaben Seifedin Chabbi (11.), Emanuel Sakic (41.), Lukas Grill (21./57.), Thiago de Lima (70./90.), Daniel Sobkova (82.) und Ilkay Durmus (84.) mehr als ein halbes Dutzend an „Sitzern“. Eine Talentprobe gab „Staubsauger“ Lukas Grill ab, welcher sich auch in der Offensive gut präsentiert. Doch das Tüpfelchen auf dem I, ein Torerfolg zur guten Vorstellung wurde nicht belohnt. Auch Verteidiger Ilkay Durmus, der von Beginn an an Stelle von Standardspezilaist Daniel Sobkova den Vortritt erhielt, gehört die Zukunft in Lustenau. Vor allem in der Schlussphase schien es nur eine Frage der Zeit, das den Hausherren doch noch der Siegtreffer gelang. FAC-„Betonmauer“ konnte Lustenau nur einmal knacken und so blieb es beim enttäuschenden Remis.

Zum Saisonfinish warten auf Lustenau nun mit Tabellenführer LASK (a) und Innsbruck (h) zwei harte Brocken.

Sky Go Erste Liga, 31. Spieltag

Austria Lustenau – FAC Wien 1:1 (1:1)

Reichshofstadion, 2000 Zuschauer, SR Hameter

Torfolge: 32. 0:1 Furkan Aydogdu, 42. 1:1 Bruno Felipe da Silva Souza (Kopfball)

Gelbe Karten: 4. Stückler (Austria), 45. Hager, 75. Stehlik, 83. Weber (alle FAC/alle Foulspiel)

Gelb-Rote Karte: 89. Stehlik (FAC/wiederholtes Foulspiel)

Austria Lustenau (4-2-3-1): Nicolas Mohr/3; Emanuel Sakic/3 (65. Maximilian Moser/3), Christoph Stückler/3, Peter Haring/3, Ilkay Durmus/3; Mario Bolter/3, Lukas Grill/2; Jodel Dossou/3 (78. Daniel Sobkova/0), Bruno Felipe da Silva Souza/2, Thiago de Lima/3; Seifedin Chabbi/3 (67. Jailson/3)

FAC Wien (4-2-3-1): Martin Fraisl/3; Matthias Hager/4 (46. Flavio dias dos Santos/4), Christian Haselberger/3, Aleksandar Milenkovic/4, Daniel Weber/4; Sascha Viertl/4, Stefan Krickl/4, Rene Felix/4, Martin Stehlik/4, Furkan Aydogdu/3 (77. Lukas Mössner/0); Maximilian Entrup/4 (64. Mirnel Sadovic/3)

Die Müdigkeit war der größte Gegner meiner Mannschaft. Die englischen Wochen zuletzt haben doch Spuren hinterlassen. Allerdings kann ich meiner Truppe keinen Vorwurf machen. Diesem Kader gehört die Zukunft. Chance um Chance wurde mit modernem Offensivfußball herausgespielt. Die Pflicht wurde nur zur Hälfte erfüllt. Drei Punkte war aber das Ziel, die Art und Weise des nicht geglückten Erfolgs war aber trotzdem schmeichelhaft für den Gegner.

LASSAAD CHABBI (Austria Lustenau-Coach)

Das Schlusslicht FAC holt mit einem Schuss auf unser Tor einen glücklichen Punkt. Es waren für uns zwei verlorene Punkte. Jeder Fehler von uns wird zur Zeit leider bestraft. Wir müssen versuchen öfters zu Null zu spielen. Unsere Chancenauswertung war eine Katastrophe. Daher kann man nicht einmal gegen den Prügelknaben siegen.

CHRISTOPH STÜCKLER (Austria Lustenau-Kapitän)

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