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Kein Glück: PSV Eindhoven zerstört St. Pöltens Europa League Träume

St. Pölten war lange Zeit ein unangenehmer Gegner für PSV Eindhoven.
St. Pölten war lange Zeit ein unangenehmer Gegner für PSV Eindhoven. ©APA
Der SKN St. Pölten hat die Sensation in der Qualifikation zur Fußball-Europa-League verpasst. In der dritten Qualifikations-Runde musste sich der Erste-Liga-Verein am Donnerstag vor 8.000 Zuschauern in der ausverkauften NV Arena dem niederländischen Spitzenclub PSV Eindhoven 2:3 (0:1) geschlagen geben.
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St. Pölten konnte die Partie lange Zeit offen halten, die Niederländer präsentierten sich bei der Chancenauswertung aber um einiges effizienter als die Heimmannschaft. Die Wende brachte die Einwechslung des niederländischen WM-Spielers Memphis Depay in der 61. Minute, der das 2:1 erzielte und das 3:1 vorbereitete. Der Vierte der vergangenen Ehrendivision-Saison stieg damit mit dem Gesamtscore von 4:2 auf. Das Hinspiel vor einer Woche hatte PSV mit 1:0 gewonnen.

St. Pölten mit viel Selbstvertrauen

Im Vergleich zum Match in Eindhoven begannen die Niederösterreicher mit zwei personellen Änderungen: Im Tor schenkte Herbert Gager diesmal Christoph Riegler statt Patrick Kostner das Vertrauen, im Sturm begann Gary Noel für Bernhard Fucik. Taktisch sollte ein offensiveres 3-4-1-2-System für mehr Druck nach vorne sorgen. Eindhoven-Coach Phillip Cocu hingegen schickte exakt dieselbe Elf wie vor einer Woche auf den Rasen. Somit fand sich auch der 21-jährige Steirer Marcel Ritzmaier wieder in der Startformation. Die drei WM-Starter Georginio Wijnaldum, Memphis Depay und Santiago Arias nahmen vorerst auf der Bank Platz.

Die St. Pölten legte durchaus mit Elan los. Mehrmals probierte es die Gager-Elf zu Beginn mit tiefen Flanken ins Sturmzentrum, die jedoch keine Abnehmer fanden. Ein Weitschuss von Konstantin Kerschbaumer (12.) verfehlte das Tor in der zwölften Minute nur knapp, ein Freistoß von Marcel Holzmann segelte ebenfalls neben das Gehäuse (25.).

PSV blieb geduldig

Der PSV tat nicht mehr als notwendig und überließ dem Gegner weitgehend das Feld – in der Hoffnung auf brauchbare Konter-Gelegenheiten. Die stellten sich allmählich auch ein – vor allem, weil die Niederländer nach Ballverlusten der Österreicher blitzschnell und clever reagierten. In der 26. Minute ließ Luciano Narsingh nach einer mustergültigen Flanke von Luuk de Jong noch aus, doch schon drei Minuten später machte Jürgen Locadia seine Sache besser. Einen Lehrbuch-Konter mit plötzlicher Überzahl über Ritzmaier schoss der Stürmer mit einem satten Linksschuss ins lange Eck erfolgreich ab (28.). Kerschbaumer hatte zuvor den Ball verloren. In der 31. Minute hätte Ritzmaier mit einem Versuch von links im Strafraum vielleicht schon alles klarmachen können. Doch statt 2:0 stand es in der 56. Minute 1:1.

Segovia mit Glück

Ein besserer Verzweiflungsschuss von Goalgetter Daniel Segovia aus gut 25 Metern rollte ins Tor, da PSV-Goalie Jeroen Zoet auf dem Weg ins Eck wegrutschte und danach zu spät dran war. Und dieser Hoffnungsschimmer weckte nicht nur die Fans auf den Rängen, sondern auch die Mannschaft auf, die in der Folge noch einmal alles nach vorne warf. Ein Schuss von Martin Grasegger (60.) nach einem Eckball wurde auf der Linie geklärt, in der 62. Minute rettete Zoet in höchster Not gegen Dominik Hofbauer. Auf der Gegenseite machte erneut Ritzmaier (58.) mit einem Schuss auf sich aufmerksam. Die Einwechslung von Oranje-Nachwuchshoffnung Depay in der 61. Minute brachte dann die Entscheidung für den 21-fachen niederländischen Meister.

Kerschbaumer stark

In der 68. Minute beförderte der 20-Jährige, der bei der WM in Brasilien zwei Tore für die am Ende drittplatzierten Niederländer erzielt hatte, eine Flanke von rechts volley durch die Beine von Riegler. Zwei Minuten später erhöhte Luuk de Jong nach missglücktem Seitfallzieher von Depay aus kurzer Distanz auf 3:1. Damit war der Willen der Niederösterreicher endgültig gebrochen. Dennoch sorgte der starke Kerschbaumer in der 90. Minute nach einer sehenswerten Kombination und Stanglpass von Manuel Hartl noch für eine Ergebniskosmetik.

(APA)

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