Kein Ende der Gewalt in Afghanistan

In Afghanistan dreht sich die Gewaltspirale auch nach der Präsidentenwahl unvermindert weiter. Bei dem Anschlag in der im Süden des Landes gelegenen Stadt Kandahar vom Dienstag sind nach jüngsten Angaben mindestens 43 Menschen getötet worden. 65 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte das Innenministerium in Kabul mit. Bei den Opfern handle es sich ausschließlich um Zivilisten.

Bei einem von Taliban verübten Bombenanschlag in Kunduz im Norden ist am Mittwoch der Chef der Provinz-Justizbehörde, Kari Jahangir, ums Leben gekommen. Ein Sprengsatz sei am Morgen in dem Wagen des hohen Beamten explodiert, als dieser auf dem Weg zur Arbeit gewesen sei, wie Provinz-Polizeichef Abdul Razak Yakubi mitteilte. Ein Taliban-Sprecher sagte, Kämpfer hätten die Bombe in dem Wagen versteckt und ferngezündet.

Die Taliban haben jede Verantwortung für den Anschlag in Kandahar zurückgewiesen und die Tat verurteilt.Der Polizeichef der Südregion, Gholam Ali Wahdat, sagte, der Sprengstoff sei in einem Lastwagen versteckt gewesen. Die Behörden hatten zunächst von mehreren Autobomben gesprochen. Neben Präsident Hamid Karzai verurteilten die Vereinten Nationen und die USA den Anschlag.

Amtsinhaber Karzai hat laut einem neuen Zwischenergebnis von seinem schärfsten Rivalen Abdullah etwas abgesetzt. Nach Auszählung von etwa 17 Prozent der Stimmen lag Karzai mit 43 Prozent neun Punkte vor dem früheren Außenminister, wie die Wahlkommission am Mittwoch mitteilte. Nach Vorlage des ersten Zwischenstands am Vortag hatte sich zunächst ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Spitzenkandidaten angedeutet.

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