Kein Durchbruch bei Atomgesprächen der EU mit Iran

Die neuesten Atomverhandlungen zwischen den Unterhändlern des EU-Trios und Irans haben keinen Durchbruch gebracht. "Wir hatten zwar gute Diskussionen, aber von einem Durchbruch kann nicht die Rede sein", sagte Irans Vizeaußenminister Abbas Araqchi laut iranischen Medien nach dem Treffen am Donnerstag in Istanbul. Die Verhandlungen seien inzwischen ein "regelrechter Marathon".


Dennoch verblieben die Parteien zuversichtlich, dass sie im März zumindest den Entwurf für ein Abkommen verfassen werden, so der Vizeminister weiter. Vor dem Treffen hatte Aragchi gehofft, dass er und das EU-Trio den Rhythmus der Verhandlungen beschleunigen könnten. Nach seinen Worten wollen sowohl der Iran als auch die Vertreter aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien die verbliebenen Differenzen durch intensivere Verhandlungen schneller ausräumen.

Nur noch bis März haben der Westen und der Iran nach einem selbst auferlegten Terminplan Zeit, eine Grundsatzeinigung in dem zwölfjährigen Konflikt zu erzielen. Eine umfassende Einigung soll bis Juli stehen. Der Westen will bei den Verhandlungen aber sicherstellen, dass Teheran keine Atombomben entwickelt. Dem Iran, der diese Absicht stets dementiert, geht es um die Aufhebung der für den Gottesstaat lähmenden Wirtschaftssanktionen.

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