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Kaukasus: Mindestens 39 Tote nach Anschlag

Nach dem Autobombenanschlag auf ein russisches Lazarett mit mindestens 39 Toten werden in Russland weitere Terrorakte befürchtet.

Mehr als 50 zum Teil schwer verletzte Opfer des Anschlags wurden in Krankenhäusern behandelt. Die Polizei in Moskau und im Nordkaukasus verstärkte ihre Sicherheitsmaßnahmen.

Am Freitagabend hatte ein mutmaßlicher tschetschenischer Selbstmordattentäter am Militärkrankenhaus von Mosdok einen Lastwagen mit geschätzt einer Tonne Sprengstoff zur Explosion gebracht. Bis zum Samstagnachmittag bargen Retter 39 Leichen aus dem völlig zerstörten Gebäude. Unter den Trümmern würden noch acht bis zehn Verschüttete vermutet, sagte ein Sprecher des Zivilschutzministeriums in Moskau.

Die Explosion riss einen Krater von acht Metern Durchmesser und drei Metern Tiefe in den Boden. Nach Berichten von Augenzeugen gingen noch in vier Kilometer Entfernung Fensterscheiben zu Bruch. Der Fernsehsender „Rossija“ berichtete von bis zu 300 Splitteropfern in der Umgebung der völlig zerstörten Krankenhauses. In der Stadt Mosdok ist das Hauptquartier der russischen Truppen für den Einsatz in der benachbarten Krisenregion Tschetschenien.

Vor der für den 5. Oktober angesetzten Präsidenten-Wahl in Tschetschenien werde es noch mehr Terrorakte geben, befürchtete der Politiker Boris Nemzow. Der Kreml verfolgt die Strategie, den seit vier Jahren wütenden Konflikt durch die März angenommene neue Verfassung der Teilrepublik und die Wahl eines Präsidenten zu befrieden.

In Moskau patrouilliert die Polizei bereits seit Anfang Juli verstärkt, nachdem zwei tschetschenische Terroristinnen bei einem Rockkonzert etwa 15 Menschen in den Tod gerissen hatten. Der Zugang zum Kreml und dem Roten Platz ist gesperrt. Insgesamt sind bei Selbstmordattentaten tschetschenischer Extremisten seit Ende 2002 mehrere hundert Soldaten und Zivilisten getötet worden.

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