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Kaufkraft: Schere zwischen Arm und Reich in Wien am größten

In Wien geht die Schere bei der Kaufkraft stark auseinander.
In Wien geht die Schere bei der Kaufkraft stark auseinander. ©APA/dpa/Sebastian Gollnow
Die Schere zwischen Einwohnern mit sehr hoher und sehr niedriger Kaufkraft geht in Wien stark auseinander. Sechs Wiener Bezirke zählen zu den Top-10 der kaufkraftstärksten Bezirke Österreichs. Sieben Bezirke belegen die letzten Plätze.

In Wien geht die Schere zwischen Einwohnern mit sehr hoher und sehr niedriger Kaufkraft stark auseinander. Eine Studie des Marktforschungsunternehmens GfK listet gleich sechs Wiener Bezirke unter den Top-10 der kaufkraftstärksten Bezirke in Österreich. Gleichzeitig belegen sieben weitere Bezirke der Bundeshauptstadt die insgesamt letzten Plätze, geht aus der Studie am Montag hervor.

Insgesamt kommen die 8,8 Mio. Österreicher 2019 auf eine Kaufkraftsumme von rund 212,3 Mrd. Euro, wobei jedem Bewohner im Schnitt 24.067 Euro pro Kopf zur Verfügung stehen. GfK definiert Kaufkraft als “das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Leistungen”.

Österreich: Wien und Wiener “Speckgürtel” haben höchste Kaufkraft

Österreichweit ist die höchste Kaufkraft laut der Studie in Wien und im Wiener Umland, dem sogenannten “Speckgürtel”, zu finden. So führt wenig überraschend der 1. Bezirk, Innere Stadt, mit einem verfügbaren Nettoeinkommen von 39.758 Euro pro Kopf und Jahr die Liste an. Damit liegt die Kaufkraft um mehr als 65 Prozent über dem gesamtösterreichischen Durchschnitt.

Auf Platz zwei und drei folgen der 13. Bezirk, Hietzing (31.094 Euro), und Mödling (30.653 Euro). Ebenfalls unter den 10 kaufkraftstärksten Bezirken befinden sich in Wien Döbling (19. Bezirk), Währing (18. Bezirk), Wieden (4. Bezirk) und Liesing (23. Bezirk), Tulln und Korneuburg in Niederösterreich und die burgenländische Landeshauptstadt Eisenstadt.

Kaufkraft
Kaufkraft ©APA

Wien im Bundesländerranking an letzter Stelle

Obwohl Wien stark unter den Top-10 vertreten ist, liegt die Hauptstadt im GfK-Bundesländerranking an letzter Stelle. Mit 23.246 Euro pro Kopf und Jahr liegt die Kaufkraft um mehr als drei Prozent unter dem landesweiten Durchschnitt. In Wien ist die Kaufkraft-Verteilung sehr heterogen: So stehen den sechs Bezirken in den Top-10 sieben weitere Bezirke gegenüber, die der Studie zufolge im gesamtösterreichischen Bezirks-Ranking auf den untersten Plätzen rangieren. Welche Bezirke das sind, wollte GfK auf APA-Anfrage nicht preisgeben.

Angeführt wird die Bundesländer-Liste dagegen von Niederösterreich, wo das durchschnittlich verfügbare Nettoeinkommen bei 25.186 Euro und damit rund fünf Prozent über dem Durchschnitt liegt. An zweiter und dritter Stelle liegen Vorarlberg (25.134 Euro) und Salzburg (24.444 Euro).

(APA/Red)

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