Kassenvertrag: Rauch-Kallat "schreitet" ein

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Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat will nun nach dem neuerlichen Scheitern des Wiener Kassenvertrages Gespräche führen - Wiener und Wienerinnen sollen beim Besuch des Arztes kein Problem bekommen“.

Gespräche mit den VP-Vertretern im Verwaltungsrat über deren Abstimmungsverhalten habe es im Vorfeld mit ihr nicht gegeben, sagte Rauch-Kallat.


„Ich habe nie etwas gegen den Vertrag als solches gesagt”

Sie habe bisher nie in die Selbstverwaltung eingegriffen, so die Ministerin. Als Aufsichtsbehörde könne sie das auch nur sehr bedingt tun. Die heutige Entscheidung nehme sie genauso zur Kenntnis wie die erste Ablehnung, so Rauch-Kallat. Inhaltlich bewerte sie den Kassenvertrag nicht öffentlich. Zusatz: Sie hätte eine Annahme des Kassenvertrages genauso zur Kenntnis genommen.

In den nächsten Wochen werde sie nun Gespräche mit dem Präsidenten des Verwaltungsrates, Herwig Frad, dem Vizepräsidenten, Martin Gleitsmann und den Verantwortlichen bei der Wiener Gebietskrankenkasse führen. Sie werde sich „intensiv darum bemühen, dass für alle Beteiligten eine sinnvolle Lösung zu Stande kommt“, meinte Rauch-Kallat.

Sie betonte auch, dass nicht die Ärzte das Problem seien – „wenn man vom politischen Stil des Kammerpräsidenten absieht“ – sondern „einzig das Defizit der Wiener Gebietskrankenkasse“. Das sei auch die Sorge des Verwaltungsrates. Ihrer Information zu Folge gebe es diesbezüglich auch einen Auftrag an die Geschäftsführung des Hauptverbandes, in Gespräche mit der Gebietskrankenkasse einzutreten und ein Sanierungskonzept auszuarbeiten.

Redaktion: Birgit Stadtthaler

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