Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Karadzic war oft auf Meiselmarkt einkaufen

Nach der Festnahme von Radovan Karadzic in Belgrad rückt nun Wien immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses. Der gesuchte Kriegsverbrecher dürfte im Jahr 2007 monatelang in Wien gelebt haben und regelmäßig am Meiselmarkt im 15. Bezirk einkaufen gewesen sein.

Zwei Serbinnen, die früher auf dem Markt gearbeitet hatten, erkannten den ehemaligen Kunden auf den veröffentlichten Karadzic-Bildern.

Er sei immer in Schwarz herumgegangen und habe “nicht viel kommuniziert”, erzählten die beiden Frauen der APA. Der Mann habe zudem frappant dem verstorbenen serbisch-orthodoxen Geistlichen Govedarica ähnlich gesehen, erinnerten sich die Frauen. Eine weiter Zeugin sagte “Österreich”, dass Karadzic 2006 und 2007 mehrere Monate bei ihr gewohnt habe. Das Innenministerium konnte das nicht bestätigen.

Auf den Medien-Zug aufgesprungen ist auch Baumeister Lugner. Ein Mann, der wie der ehemalige bosnisch-serbische Präsident ausgesehen habe, sei “bei uns, in der Lugner City” gewesen, erzählte Lugner. Er habe ihn in Erinnerung behalten, “weil er so komisch ausgeschaut hat.”

Die Wiener Kriminalbeamten und Cobra-Leute, die im Mai 2007 eine Wohnung in der Wiener Märzstraße stürmten, trafen dort einen alten Mann an, “der ausgeschaut hat wie ein Sandler”. Wie Oberstleutnant Haimeder von der Wiener Kriminalpolizei erzählte, habe aber keine Veranlassung bestanden, hinter dieser Person “einen Kriegsverbrecher zu vermuten”. Angenommen wird, dass es sich bei dem Mann um Karadzic gehandelt habe.

Die Sicherheitskräfte hatten laut Haimeder einen Haftbefehl gegen einen Mordverdächtigen und durchsuchten daraufhin zwei zusammengelegte Wohnungen in der Märzstraße 148 im Bezirk Penzing. Dort trafen sie auf einen “alten Mann, ungepflegt, mit verfilztem Bart”. Sie hätten ihn kontrolliert und die Angaben anschließend auch “routinemäßig fremdenpolizeilich überprüft”. Da sich der Mordverdächtige aber unterdessen stellte, sei die Amtshandlung abgebrochen worden.

In Bosnien demonstrierten unterdessen Tausende gegen Karadzics Verhaftung protestiert. Allein in Pale, der Hochburg Karadzic’ während des Bosnienkriegs 1992 bis 1995, demonstrierten rund 2.000 Menschen. Sie trugen T-Shirts mit dem Bild Karadzic’ und der Aufschrift “Serbischer Held”. Organisiert wurden die Proteste von der Serbischen Demokratischen Partei (SDS), die von Karadzic gegründet wurde.

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VIENNA.AT
  • Politik
  • Karadzic war oft auf Meiselmarkt einkaufen
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen