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Kaprun: Zeuge berichtet von Rauchentwicklung

Mit der Befragung eines Deutschen, der vom Tal aus den Unglückszug bei seiner Fahrt in Richtung Tunnel beobachtet hatte, wurde der Kaprun-Prozess fortgesetzt.

Frank Müller wollte am Tag der Katastrophe mit Kollegen Ski fahren. Er berichtete von hellgrauem Rauch am Heck der Standseilbahn.

Es sei gewesen, wie „wenn ein Formel-1-Wagen über eine mit Ölbindemittel präparierte Spur fährt“, berichtete Müller. Er habe sich aber nichts dabei gedacht und niemanden vom Rauch verständigt, sagte der Zeuge aus. Die Rauchfahne sei vom Heck nach oben gezogen und habe sich dann verflüchtigt. Ob der Rauch von rechts oder links gekommen sei, könne er nicht sagen.

Müller berichtete auch vom Geschehen in der Talstation der Seilbahn während des Unglücks. Es habe ein lautes Rauschen durch ein gerissenes Seil gegeben. Die Gäste seien aus dem Bahnsteigbereich geflüchtet und Chaos sowie Panik seien ausgebrochen. Ein Bahnbediensteter habe den Gästen zugerufen: „Keine Panik, nur Zugseilentgleisung.“ Man habe nicht gewusst, was passiert sei. Im Bereich der Talstation habe es keine offiziellen Informationen oder Durchsagen gegeben, so der Zeuge.

In der Annahme, dass mit der Standseilbahn nichts mehr gehen werde, hätten er und seine Kollegen sich später bei der Gondelbahn angestellt. Diese sei noch mit Notstrom gelaufen, sagte Müller aus. Auch dieser Betrieb wurde später eingestellt.

Zum Schluss des Verhandlungstages legte Verteidiger Alexander Heinrich noch eine Urkunde des deutschen Anwaltes Michael Witti vor. In dieser eidesstattlichen Erklärung Wittis, die bei einem amerikanischen Gericht vorgelegt wurde, heiße es unter Punkt 6, dass „Ed Fagan aus dem Strafverfahren vertrieben worden ist“, zitierte Seiss. Er werde die Akten studieren und allenfalls einer strafrechtliche Beurteilung unterziehen, sagte der Richter.

Am kommenden Montag wird der Kaprun-Prozess mit der Befragung weiterer Zeugen im Kolpinghaus fortgesetzt.

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