Kanzler Kurz mit Freitheitspreis der Medien ausgezeichnet

Bundeskanzler Sebastian Kurz erhielt Auszeichnung für "Brückenbauer".
Bundeskanzler Sebastian Kurz erhielt Auszeichnung für "Brückenbauer". ©APA/dpa/Peter Kneffel
Bundeskanzler Sebastian Kurz hat am Dienstag den "Freiheitspreis der Medien" der Weimer Media Group (WMG) erhalten.

Verlegerin Christiane Goetz-Weimer begründete die Zuerkennung der Auszeichnung damit, dass Kurz ein "Versöhner unterschiedlicher Interessen und weltpolitischer Anschauungen" sei. "Bundeskanzler Kurz baut immer wieder eine Brücke quer durch den Kontinent", sagte sie beim Ludwig-Erhard-Gipfel in den Bavaria Filmstudios in München.

Kurz agiere als "Markenbotschafter Europas und der Freiheit"

Kurz habe kleineren EU-Staaten, vor allem in Ost- und Südosteuropa, im europäischen Gestaltungsprozess eine stärkere Stimme gegeben, betonte Goetz-Weimer. Auch in Krisensituationen wie Terrorattacken oder der Pandemie schaffe er es, offen zu kommunizieren. "Als einer der jüngsten Spitzenpolitiker Europas stellt er sich klar gegen die Verächter von Demokratie und Pluralität." Kurz agiere damit als "Markenbotschafter Europas und der Freiheit".

Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis, der die Laudatio per Videoschaltung hielt, betonte, der Preis sei eine "Anerkennung deines Charakters und deines Leaderships zuhause, Sebastian." Auch wenn er und Kurz nicht immer in allen Fragen übereinstimmen, fand Mitsotakis in Kurz "immer einen willigen Zuhörer und einen kraftvollen, überzeugenden und leidenschaftlichen Advokaten für sein Land". Kurz sei jemand, der bereit sei, "Extrameilen" für sinnvolle Veränderungen zu machen. Österreich und Griechenland stünden an vorderster Front, Partnerschaften zu bilden, für eine sauberere, grünere, nachhaltigere und digitale Zukunft für die Menschen in Europa.

Kurz erhielt Freitheitspreis der Medien

Kurz bedankte sich nach der Preisübergabe für die "überfreundlichen Worte des Lobes". Als amtierender Politiker sei man gerade in Zeiten der Pandemie eher Kritik gewohnt als Lob. Ihm sei sehr daran gelegen, "dass wir in einem geeinten Europa leben dürfen", sagte Kurz. Um im Vergleich zu anderen Erdteilen nicht zurückzufallen, könne sich Europa "zu viele Gräben nicht leisten". Europa solle nicht zu viel Zeit mit der "ständigen inneren Nabelschau verschwenden", sondern versuchen, im globalen Wettbewerb bestehen zu können.

Österreich versuche mit seinen Mitteln als im Vergleich zu Deutschland kleines Land, seinen Beitrag für ein geeintes Europa zu leisten. Ihm sei wichtig, dass es nicht Mitgliedstaaten erster und zweiter Klasse geben dürfe, betonte Kurz. Europa sei breit und vielfältig. Auch der Westbalkan müsse Teil der Europäischen Union werden.

Türkis-Grün als Erfolgsmodell

Angesprochen auf die türkis-grüne Koalition in Österreich sagte der Kanzler, dass das Ziel der Regierung eine ökologische Transformation unter Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Stärke sei. "Ich glaube, wenn das gelingt, dann kann das ein Erfolgsmodell auch für andere europäische Länder sein." Es sei zwar noch viele Monate, bis zur Bundestagswahl im September. Aber: "Ja, natürlich ist eine schwarz-grüne Koalition eine mögliche, die wahrscheinlich auch gut für Deutschland wäre", fügte er hinzu.

(APA/Red)

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