Kanzler Kurz: Besuch in den VAE und Kuwait

Bundeskanzler Kurz ist auf einem zweittägigen Besuch in VAE und Kuwait.
Bundeskanzler Kurz ist auf einem zweittägigen Besuch in VAE und Kuwait. ©AP
An diesem Wochenende ist Kanzler Kurz bei einem zweitägigen Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Kuwait. Thematisiert werden unter anderem Wirtschaftsfragen und regionale Konflikte.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hält sich an diesem Wochenende zu einem zweitägigen Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und in Kuwait auf. Themen seiner Gespräche werden vor allem Wirtschaftsfragen, aber auch die regionalen Konflikte in Syrien und im Jemen und ihre Folgen wie Terrorismus und Flüchtlinge sein.

Besuch in den VAE und Kuwait: Vertreter heimischer Konzerne begleiten Kurz

Kurz wird heute, Samstag, in Abu Dhabi mit dem Kronprinzen dieses größten der sieben Emirate, Mohamed Bin Zayed al Nahyan, und mit Außenminister Abdullah bin Zayed zusammentreffen sowie Gespräche mit Vertretern der Staatsholding sowie der nationalen Ölgesellschaft führen. Begleitet wird der Kanzler von Vertretern einer Reihe heimischer Konzerne. Die VAE sind der größte Handelspartner Österreichs in der Golfregion, österreichische Unternehmen sind bereits mit zahlreichen Niederlassungen vertreten.

Am Sonntag wird Kurz nach Kuwait weiterreisen, wo er mit Emir Sabah al-Ahmad al-Jabir as-Sabah und Premierminister Jabir Mubarak al-Hamad as-Sabah zusammentreffen wird. Auch hier setzt man auf Infrastruktur-Projekte wie Spitäler, Kraftwerke und Raffinerien, aber auch auf eine dynamische Entwicklung des Österreich-Tourismus. Einen Beitrag dazu soll eine kleine Tournee der Spanischen Hofreitschule in den Emiraten leisten, die parallel zum Besuch des Kanzlers stattfindet.

“Wichtigster Partner in der Region”: Kurz – wieder – in den VAE

“Die Vereinigten Arabischen Emirate sind unserer wichtigster Partner in der Region.” Und deshalb ist Bundeskanzler Sebastian Kurz nach einem Besuch vor knapp einem Jahr bereits wieder in Abu Dhabi, der Hauptstadt der VAE – nicht nur, um als Türöffner für weitere lukrative Geschäfte heimischer Unternehmen zu fungieren, sondern diesmal, um gleich ein strategisches Partnerschaftsabkommen unter Dach und Fach zu bringen.

Ziel dieses Abkommens ist es, wie der Bundeskanzler am Samstag vor österreichischen Journalisten erklärte, die bilaterale Zusammenarbeit mit dem Golfstaat zu intensivieren, etwa in den Bereichen Energie und Nachhaltigkeit, Infrastruktur und Transport sowie Gesundheit.

Kurz: Emirate seien viel innovativer als die meisten anderen Staaten der Region

“Die Emirate sind viel, viel innovativer als die meisten anderen Staaten der Region, sogar als viele anderen Staaten weltweit”, formulierte Kurz seinen Respekt vor den Bemühungen der Emire, ihre wirtschaftlichen Standbeine zu diversifizieren, weg von der Ölabhängigkeit hin zu Investitionen in zukunftsträchtige Technologien wie z.B. künstliche Intelligenz.

Aber der starke Mann der Emirate, Kronprinz Mohamed Bin Zayed al Nahyan, nötigt dem Kanzler auch auf anderem Gebiet Respekt ab: “Er sorgt dafür, dass ein verhältnismäßig kleines Land (Die VAE sind ungefähr so groß wie Österreich, Anm.) weltweit politisch eine wichtige Rolle spielt.” So stellten die Emirate für den Westen auch einen wichtigen Partner in sicherheitspolitischen Fragen dar, in Fragen wie den Konflikten in der Region wie auch dem Kampf gegen den islamistischen Terror.

Einen Beitrag zur Vertiefung der Beziehungen leistete am Samstag auch die Spanische Hofreitschule, die sich derzeit auf einer Gastspiel-Tour in den Emiraten befindet und Kurz sowie dem Kronprinzen die Gelegenheit bot, eine ihrer Aufführungen unter dem freiem Himmel von Abu Dhabi zu genießen.

Lipizzanerhengst als Geschenk der Republik

Für den Kronprinzen wird das Vergnügen sogar anhalten: Er erhielt von Kurz im Anschluss den Lipizzanerhengst “Neapolitano Theodorosata” als Geschenk der Republik. Ein Gastgeschenk, das sich für den Bundeskanzler in Form der vielfältigen bilateralen Beziehungen mehr als bezahlt machen wird.

(APA/Red)

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