Kanye West: Bedauern über Rassismus-Vorwurf

Rapper Kanye West bedauert, dass er den früheren Präsidenten George W. Bush einstmals als "Rassisten" bezeichnet hatte.
Kanye West performt mit Jay-Z
Kanye West mit "Stronger"

Wenn er Bush nun begegnen würde, würde er ihm sagen, dass er “keinen Grund hatte, ihn einen Rassisten zu nennen”, sagte der Musiker in einem am Mittwoch ausgestrahlten Interview mit dem Fernsehsender NBC.

West hatte die Ausdrucksweise vor fünf Jahren nach dem Hurrikan “Katrina” gewählt, als er dem damaligen Präsidenten zum Vorwurf machte, zu zögerlich der mehrheitlich von Schwarzen bewohnten und vom Hurrikan besonders hart getroffenen Stadt New Orleans zur Hilfe gekommen zu sein. Der Rapper hatte sich seinerzeit als Spendeneintreiber für New Orleans engagiert.

Während einer Spendengala im September 2005 sagte er auch: “George Bush interessiert sich nicht für Schwarze.” Zu seinem damaligen Rassismus-Vorwurf sagte West jetzt: “Ich denke, dass wir als menschliche Wesen in einer solch hochemotionalen Situation nicht immer die passenden Worte wählen.”

Der Rapper reagierte damit auf Äußerungen des Ex-Präsidenten, der zuvor in Fernsehinterviews gesagt hatte, der Rassismus-Vorwurf nach “Katrina” sei einer der “abscheulichsten” Momente seiner Amtszeit gewesen. Bush war in den vergangenen Tagen aus Anlass der Veröffentlichung seiner Memoiren in mehreren Fernsehsendungen aufgetreten.

Der Ex-Präsident nahm die Rücknahme des Rassismus-Vorwurfs durch West positiv auf. “Ich weiß, das zu schätzen”, sagte er am Mittwoch zu NBC. Bush fügte jedoch hinzu, dass es nicht bloß der Musiker gewesen sei, der nach “Katrina” eine solche Ausdrucksweise gewählt habe. “Niemand will ein Rassist genannt werden, wenn er in seinem Herzen an die Gleichheit der Rassen glaubt”, sagte der frühere Präsident.

Kanye West mit “Stronger”

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