"Kann nicht länger zusehen": Hungerstreik gegen Ökozid in Wien

Die Aktivistin sitzt mit einem Schild am Heldenplatz.
Die Aktivistin sitzt mit einem Schild am Heldenplatz. ©pixabay.com (Sujet)
Seit dem 31. Mai befindet sich die Molekularbiologin Martha Krumpeck im unbefristeten Hungerstreik gegen den Ökozid in Wien. Sie sitzt mit einem Schild vom späten Vormittag bis zur Dämmerung am Heldenplatz.

"Wenn wir unseren rücksichtslosen Raubbau an der Natur so fortsetzen, bedeutet das für hunderte Millionen - wenn nicht Milliarden - Menschen den Tod. Unsere Regierungen handeln weiter, als gäbe es kein Morgen. Ich kann dem Wahnsinn nicht länger zusehen", meinte die Aktivistin am Dienstag.

Molekularbiologin in Wien im Hungerstreik gegen Ökozid

Konkret fordert Krumpeck von dem Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ), einen sofortigen Planungs- Bau- und Finanzierungsstopp für alle Projekte, die in der Zukunft zu einem Mehrausstoß an Treibhausgasen führen. "Allen Lippenbekenntnissen zum Klima- und Umweltschutz zum Trotz soll noch in diesem Jahr im Osten Wiens mit dem Bau einer milliardenteuren Schnellstraße für den fossilen Auto- und Lkw-Verkehr begonnen werden. Durch den empfindlichen Nationalpark Donau-Auen soll ein Tunnel gebohrt werden, dessen Auswirkungen auf die komplexen Wasserkreisläufe in der Lobau - und damit auf das Wasserwerk Lobau, aus dem etwa in Dürrezeiten Teile unseres Wiener Leitungswassers stammen - noch gar nicht abzuschätzen sind", sagte Krumpeck.

Krumpeck sitzt mit einem Schild vom späten Vormittag bis zur Dämmerung am Heldenplatz. Besuch ist willkommen, allerdings nur unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen. "Ich bin noch nicht gegen Corona geimpft", sagte Krumpeck.

(APA/Red)

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