Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Kanalarbeiter in Wien leisten harte Arbeit auf engstem Raum

Die Kanalisation gehört sicher nicht zu den schönsten Arbeitsplätzen der Stadt.
Die Kanalisation gehört sicher nicht zu den schönsten Arbeitsplätzen der Stadt.
In engen Rohren sind die Mitarbeiter von Wien Kanal täglich unter der Stadt unterwegs. Jeden Tag schaufeln sie händisch rund 15 Tonnen Ablagerungen aus dem Kanalsystem - ein Knochenjob, der dadurch erschwert wird, dass viele Menschen die Toilette für einen Mistkübel halten.
Tour durch die Kanalisation
Kanalarbeiter bei der Arbeit

Erst wenn die Kanalarbeiter ihre Aufgaben nicht erfüllen, würde es uns auffallen – und zwar ebenso bald, als würde die Müllabfuhr aussetzen.

Anstrengende Handarbeit im Kanalnetz

Damit auch bei starken Regenfällen die Abwässer in der weitverzweigten Kanalisation bleiben und nicht auf Straßen, in Keller oder wieder zu uns in die Haushalte zurück laufen, braucht es viel Kraft: “Zu zweit schaufeln wir händisch jeden Tag einen Lastwagen voll mit Ablagerungen aus dem Kanal, die anders entsorgt werden müssen”, sagt Peter Bürkle, der seit 23 Jahren bei Wien Kanal arbeitet. Gemeinsam schaffen die Kanalarbeiter täglich 15 Tonnen Material aus den Rohren.

99 Prozent aller Haushalte in Wien angeschlossen

Insgesamt hat Wien Kanal 500 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, aufgeteilt auf fünf Außenstellen und eine Zentrale. Frauen sind in der Planungs-, in der Bauabteilung und in der Chemiegruppe im Einsatz. Wien Kanal-Direktor Andreas Ilmer: “Wir planen, bauen, betreiben das gesamte Wiener Kanalnetz, an das mehr als 99 Prozent der Haushalte angeschlossen sind. Weniger als ein Prozent haben eine eigene Senkgrube. Ein absoluter Spitzenwert in Europa”.

“Toilette ist kein Mistkübel”

“Leider wissen noch immer nicht alle, dass die Toilette kein Mistkübel ist. Abgesehen davon, könnte viel Spülwasser gespart werden”, rät Karl Berger. Katzenstreu und Altöl machen die größten Probleme: “Katzenstreu wird im Kanal hart wie Beton, außerdem verkleben mit der Zeit die Hauskanalrohre”, warnt er. Was ebenfalls den eigenen Abfluss massiv gefährdet ist Fett. Wer nach dem Schnitzelbacken das flüssige Öl in den Ausguss schüttet, hat es nur auf den ersten Blick schnell entsorgt. Denn das hart gewordene Öl klebt an den Rohrwänden und die Rohre wachsen regelrecht zu, bis es zu einer Verstopfung kommt. Dann hilft nur noch eine teure Reparatur.

Kanal in Wien ist beliebter Filmdrehtort

Spannend waren für die Kanalarbeiter die zahlreichen Filmteams, die bisher die Wiener Unterwelt aufsuchten. “Ich glaub jetzt war schon jedes Team aus ganz Europa zumindest einmal bei uns. Erst vor kurzem hat ein britisches Fernsehteam im Kanal gedreht”, erzählen Bürkle und Bawaronschütz. Der erste Film dürfte “Der dritte Mann” sein, der im Nachkriegswien mit Paul Hörbiger und Orson Welles 1949 gedreht wurde. Auf dessen Spuren können Interessierte eine geführte Tour machen.

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Kanalarbeiter in Wien leisten harte Arbeit auf engstem Raum
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen