Kanadischer Profi-Wrestler tötete Familie und sich selbst

Washington - Familientragödie im Haus eines kanadischen Profiwrestlers: Erst tötete Chris Benoit (40) seine Frau und seinen siebenjährigen Sohn, anschließend nahm er sich selbst das Leben.

Wie US-Medien am Mittwoch meldeten, erdrosselte Benoit im Anwesen der Familie in Fayetteville im US-Bundesstaat Georgia seine Frau, erstickte den Siebenjährigen und erhängte sich, nachdem er eine Bibel neben die leblosen Körper gelegt hatte. Zunächst war das Motiv unklar. Da Beamte Anabolika in dem Haus fanden, untersucht die Polizei nun, ob Benoit durch die Bodybuilder-Droge möglicherweise enthemmt war.

Die Umstände der Tat gaben den Behörden zunächst Rätsel auf: Staatsanwalt Scott Ballard zufolge war die Frau bereits am Freitag und das Kind dann in der Nacht auf Sonntag getötet worden. Chris Benoit habe sich wenige Stunden nach dem Tod seines Sohnes das Leben genommen. Die Behörden erhoffen sich nun von den weiteren Untersuchungen Aufschlüsse, ob möglicherweise Anabolika den Anstoß zu der Tat gaben, da sie Paranoia, Depressionen und auch Anfälle von Aggression auslösen können.

Freunde und Kollegen waren hellhörig geworden, als sie verworrene SMS von Benoit erhielten. Einem Kollegen hatte der Wrestler am Telefon gesagt, Frau und Sohn hätten eine Lebensmittelvergiftung. Danach war Benoit nicht für einen am Samstag geplanten Auftritt erschienen. Freunde alarmierten schließlich die Polizei, die die Toten dann am Montag fand.

Wrestling (englisch: Ringen) ist ein Show-Sport mit athletischen und choreografischen Elementen, der in einer Art Boxring ausgetragen wird. Das Spektakel ist in den USA, Japan und Mexiko sehr beliebt. Im Vordergrund steht die Unterhaltung. Abläufe und Ergebnisse der Kämpfe werden vorher festgelegt.

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