Kampf gegen Klimawandel: Gouverneursrat der IAEA tagt in Wien

Amano sieht Atomenergie als Schlüssel bei der Bekämpfung des Klimawandels.
Amano sieht Atomenergie als Schlüssel bei der Bekämpfung des Klimawandels. ©AP Photo/Ronald Zak
Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde Yukiya Amano hat Atomenergie als wichtiges Mittel im Kampf gegen den Klimawandel bezeichnet.

Wenn nicht das volle Potenzial der Atomenergie ausgeschöpft werde, sei es für die Welt schwierig, den Klimawandel abzuschwächen, sagte Amano am Montag bei der Eröffnung des Gouverneursrats der IAEA in Wien.

IAEA-Chef: Kampf gegen Klimawandel ohne Atomenergie kaum möglich

Amano, der seine Rede aufgrund einer Erkrankung nicht selbst vortragen konnte, stützt sich dabei auf neue Prognosen seiner Behörde. In einem pessimistischen Szenario geht die IAEA davon aus, dass bis 2030 die Produktionskapazität für Atomstrom weltweit um zehn Prozent sinkt. Bis 2040 sinkt das Niveau weiter, bis 2050 steigt es dann wieder, ohne dabei die derzeitigen Größenordnungen wieder zu erreichen.

In einem optimistischen Szenario geht die IAEA dagegen davon aus, dass die Produktionskapazität bis 2030 um 30 Prozent ansteigt. Für Nord-, West- und Südeuropa rechnet die IAEA mit einem Rückgang der Produktionskapazität um bis zu 30 Prozent bis 2030. Im Jahr 2017 machte Atomenergie rund zehn Prozent des gesamten Stroms weltweit aus. Derzeit sind 455 Atomreaktoren am Netz.

(APA/Red)

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