Kalina sieht sich "nicht als Opfer"

Scheidender SP-Geschäftsführer Kalina
Scheidender SP-Geschäftsführer Kalina ©APA(Archiv/Pfarrhofer)
Der scheidende SP-Geschäftsführer Kalina überlegt, sich selbstständig zu machen. "Ich werde jetzt schauen, was es für Angebote gibt. Tendenziell habe ich vor, eine Firma zu gründen", sagte Kalina am Sonntag. Die Amtsübergabe an Nachfolgerin Doris Bures ist für nächste Woche geplant. Seine Ablösung kommentiert er weiterhin nur wortkarg, betont aber, sich "nicht als Opfer" zu fühlen.

Gerüchte, er wäre bei Kanzler Gusenbauer wegen mangelnder Loyalität in Ungnade gefallen, weist Kalina zurück. “Ich war in einer Frage anderer Meinung als der Bundeskanzler und Parteivorsitzende, aber das ist total in Ordnung so, das ist zu akzeptieren”, betont der scheidende Parteimanager. Ansonsten will er seine Ablösung nicht kommentieren: “Dazu mag ich nichts sagen.”

Die Amtsübergabe an Bures in der SP-Zentrale in der Wiener Löwelstraße ist für kommende Woche geplant. Um den Vorwurf zu vermeiden, eine Ministerin mache Parteiarbeit, habe man vereinbart, dass es “keinen Tag Überschneidung” zwischen ihm und Bures im Büro geben sollte, betont Kalina.

Zumindest im Pressedienst der SPÖ ist Bures allerdings schon in ihre neue, alte Rolle als SP-Geschäftsführerin geschlüpft. “Bures: Inhaltliche Auseinandersetzung über Pensionssicherung muss auch ohne Neuwahlaufrufe möglich sein”, titelte die Sozialdemokratische Korrespondenz (SK) am Sonntag und ließ die “künftige SPÖ-Bundesgeschäftsführerin” die Neuwahldrohungen der ÖVP zurückweisen und versichern, dass die SPÖ eine “Verschlechterungsautomatik bei den Pensionen nicht akzeptieren” werde.

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