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Kafka, Kiffer und Chaoten - Trailer und Kritik zum Film

Lange hat es gedauert, bis Kurt Palm nach "Hermes Phettberg, Elender" vor sieben Jahren wieder selbst hinter der Kamera aktiv wurde. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Nach dem Erfolg des auf seinem Roman basierenden “Bad Fucking” im Vorjahr bringt das Multitalent mit “Kafka, Kiffer und Chaoten” nun seine eigene Filmpersiflage ins Kino. Weltpremiere ist am morgigen Mittwoch beim Crossing Europe, Kinostart am 9. Mai.

Kafka, Kiffer und Chaoten: Die Geschichte

Der gebürtige Vöcklabrucker Palm nimmt in seiner ironischen Trashreise die Filmbranche auf den Arm, ebenso wie die Literaturwissenschaft und den Universitätsbetrieb. Eckhard Henscheids Erzählung “Franz Kafka verfilmt seinen Landarzt” als Ausgangspunkt nehmend, schickt Palm fünf Langzeitstudenten auf ein Roadmovie. Die WG-Freunde Dodo (Karin Yoko Jochum), Frankie (Max Mayer), Klara (Julia Jelinek), Clausi (Aurel von Arx) und Max (Tim Breyvogel) wollen anstelle einer Seminararbeit zu Kafkas “Landarzt” lieber einen Film über die Erzählung drehen.

Als Drehort hat man Sizilien erkoren, wo man ohnedies Campingurlaub machen wollte. Als “professionelle” Unterstützung sind einige skurrile Aushängeschilder der heimischen Filmszene an Bord, so der versoffene Schauspieler Unterlugkirchner (Florentin Groll) und der ebenso alkoholaffine Loser-Regisseur (Hubsi Kramar), den man schließlich doch daheim lässt. Und schließlich gelingt es der absurden Truppe sogar, Autor Kafka (Marc Fischer) persönlich für eine Nebenrolle zu gewinnen.

Kafka, Kiffer und Chaoten: Die Kritik

Allerdings ist diese Inhaltsangabe weitaus stringenter als “Kafka, Kiffer und Chaoten”. Palm mischt in seinem Werk Musikeinlagen, Animationen, einen Clip der Hip-Hop-Größen Texta und allerlei mehr oder minder zusammenhängende, teils weit ins Surreale reichende Szenen. Im Kulturministerium ist die Kleine Filmförderung etwa im Keller untergebracht, im Obergeschoß ist die Abteilung für Ehrengräber zu finden, vor die Palm Hermes Phettberg platziert. Und auch sonst vereint Palm einige prominente Gesichter für seine Satire: Franz Schuh gibt den Kafka-Dozenten, Karl Ferdinand Kratzl einen Partygast im Haifischkostüm und Margarethe Tiesel eine Zugfahrerin mit virulenten Zahnproblemen.

Die gesamte Handlung dieser Satire hat ihren Ursprung letztlich nicht in einer WG-Küche, sondern gleichsam in der Flucht in den Alkoholrausch, das Haschdelirium oder eben nach Sizilien. Die Droge ist das treibende und zugleich retardierende Moment der Erzählung, die sich ohne die düsteren Aspekte beinahe “kafkaesk” gestaltet – auch wenn man für die Nennung dieses Wortes in der WG den Abwasch machen müsste.

Wer nicht genug von Kurt Palm bekommt, hat neben dem Gang ins Kino überdies die Möglichkeit, sich dem fotografischen Werk des Multimedialisten zu nähern, das im Hintergrund auch bei “Kafka, Kiffer und Chaoten” gewürdigt wird. In der Wiener Galerie Lumina ist ebenfalls ab Mittwoch bis 13. Mai die Ausstellung “Tote Tiere” zu sehen. Dafür sind jene Porträts vereint, die Palm weltweit von überfahrenen Tieren gemacht hat – vom Känguru über das Opossum bis zum Igel. Ihm gehe es dabei nicht um Todesromantik, versichert der Fotograf Palm im Begleittext zur Ausstellung: “Die Tiere waren zum falschen Zeitpunkt schlicht und einfach am falschen Ort.”

(APA)

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