Kabul: 30 Verschüttete nach Baustelleneinsturz

Beim Einsturz einer Krankenhaus-Baustelle in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Montag vermutlich zahlreiche Menschen getötet worden.

Aus dem afghanischen Gesundheitsministerium hieß es, bis zu 30 Bauarbeiter seien unter den Trümmern begraben, Augenzeugen sprachen von noch mehr Verschütteten. Die Behörden betonten, es habe sich nicht um einen Anschlag, sondern um einen Unfall gehandelt.

Einer der Bauarbeiter sagte, möglicherweise hätten Arbeiten an den Pfeilern des Gebäudes zu der Katastrophe geführt. Offizielle Angaben zu den Opferzahlen wurden für Dienstag erwartet.

„Auf einmal stürzte der vierte Stock ein, und ich sprang aus dem Gebäude“, sagte Mohammad Naim, einer der afghanischen Bauarbeiter. „Dann brach das ganze Gebäude zusammen.“ Nur fünf bis sechs der Bauarbeiter hätten das Unglück überlebt, sagte Naims Kollege Gul Mohammad nach dem Unglück. Er habe zwei Männer gesehen, die von Trümmern eingeklemmt wurden. Der eine habe nach Luft geschrien, sagte Mohammad, der zweite habe aus dem Mund geblutet.

Rettungskräfte versuchten unmittelbar nach dem Unglück, mit schwerem Räumgeräten zu den Verschütteten vorzudringen. Auch Experten der Internationalen Schutztruppe ISAF eilten an den Unglücksort im Zentrum der Hauptstadt. Das Krankenhaus sollte von einer chinesischen Firma renoviert und in den nächsten Monaten fertig gestellt werden. Die Verschütteten seien allesamt Afghanen, sagte Naim. Ein Mitglied der afghanischen Regierung vor Ort sprach von einer Tragödie.

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