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Justizpalast ist wiedereröffnet

APA
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Nach 15 Jahren Sanierungsarbeiten ist am Freitag der Justizpalast offiziell wiedereröffnet worden: "Fit für das 21. Jahrhundert", wie es heißt.

Justizministerin Maria Berger (SPÖ) bekam vom Geschäftsführer der Bundesimmobilien (BIG), Christoph Stadlhuber symbolisch den Schlüssel für das Gebäude überreicht. Seit 2001 war die BIG Gebäude-Eigner und damit Bauherr der Renovierungen. 56 Millionen Euro wurden in die Bau- und Sanierungsmaßnahmen investiert.

Hell und nahbar

Berger sprach von einem „besonderen Freudentag“ für das Zentrum der Justiz, das auch ein „tief verwurzeltes Symbol“ sei. Dieses würde nun in vollem Glanz wieder präsentiert, gut belichtete Räume und helle Farben sollten Gefühlen von Angst und Unsicherheit entgegenwirken.

Das Gebäude, so die Ministerin, wirke auf die Menschen nun nicht mehr einschüchternd. „Der Justizpalast ist fit für das 21. Jahrhundert“, brachte es der Präsident des Oberlandesgerichts Wien, Harald Krammer, zum Ausdruck.

Wand- als auch Bodenflächen wurden ebenso restauriert wie diverse Plastiken und Wandmalereien. Das gesamte Gebäude wurde zeitgenössischen Standards angepasst. Schwerpunkte dabei waren behindertengerechte Erschließung, Brandschutzmaßnahmen, der Einbau von Aufzügen und die Modernisierung der Haustechnik.

Neben der Sanierung wurde der Justizpalast mit einer Zentralbibliothek erweitert, die durch gläserne Brücken mit dem umgebenden Bestand verbunden ist. In der letzten Bauphase wurde das Dachgeschoss des historischen Gebäudes ausgebaut. Dadurch konnten zusätzliche Flächen von rund 6.200 Quadratmetern Bürofläche gewonnen werden. Ebenfalls neu ist das Restaurant auf dem Dach des Justizpalastes mit einer Panoramafassade.

Brand und Krieg

Der Brand im Jahr 1927 und Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg hatten dem Justizpalast stark zugesetzt. Danach gab es lediglich eine provisorische Restaurierung gegeben. Ende Jänner dieses Jahres konnte der Justizpalast generalsaniert und erweitert an die Mieter übergeben werden.

Der Justizpalast wurde in den Jahren 1875 bis 1881 nach den Plänen von Alexander Wielemann errichtet. Am 22. Mai 1881 legte Kaiser Franz Josef I. den Schlussstein.

Schmerlingplatz 11, 1016 Wien, Austria

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