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Justizministerium entzieht "Neustart" Opferhilfe

Wien - Justizministerin Maria Berger entzieht dem Verein „"Neustart" die Mittel für die Opferhilfe. Ab 15. Juni soll der Verein keine neuen Klienten mehr aufnehmen.

Sprecher Andreas Zembaty sprach gegenüber der APA vom „schwersten Rückschlag“ für den Verein just im Jahr seines 50jährigen Bestehens. Neustart will aber nicht aufgeben, sondern bemüht sich jetzt, öffentliche Unterstützung für die Fortführung der Opferhilfe zu finden.

Nicht nachvollziehen kann Zembaty die Argumente des Ministeriums – nämlich dass Täterhilfe und Opferhilfe nicht von einer Organisation, sondern getrennt angeboten werden müssten. Die von Neustart betreuten Opfer würden gerade davon profitieren, dass man sowohl „parteiliche“ Täter- als auch Opferhilfe – und daneben auch noch den Täter-Opfer-Ausgleich – anbietet: „Wir wissen, wie Täter ticken und setzen das beim Schutz der Opfer ein.“

Die Hilfe für Opfer inklusive Täter-Opfer-Ausgleich macht bei Neustart ein Viertel des Arbeitsanfalls aus. Rund 10.000 der insgesamt 40.000 Fälle im Vorjahr fielen in diese beiden Bereiche, 500 Fälle davon waren reine Verbrechensopferhilfe. Für heuer erwartet man 600 Fälle. Dafür hätte Neustart 600.000 Euro bekommen sollen. Einen Teil hat das Ministerium überwiesen, der Rest wird nicht ausbezahlt.

Neustart engagiert sich seit dem Jahr 2001 in der „parteilichen“ Opferhilfe und schon seit 1985 in der Hilfe für Opfer durch Schadenswiedergutmachung und Aussöhnung im Außergerichtlichen Tatausgleich. Seine Wurzeln hat der Verein in der Bewährungshilfe. 2002 wurde der „Verein für Bewährungshilfe und Soziale Arbeit“ (VBSA) in „Neustart“ umbenannt. Dies geschah auch, um zu dokumentieren, dass man sich nicht nur für Täter, sondern auch für Opfer engagiert. „Gerade dieses Engagement erfährt jetzt den schwersten Rückschlag“, bemerkte Zembaty.

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