AA

Justiz-Farce rund um Jett Travoltas Tod

Der Prozess wegen der mutmaßlichen Erpressung von John Travolta im Zusammenhang mit dem Tod seines Sohnes Jett ist völlig überraschend geplatzt! Offenbar aus politischen Gründen ...

Nach vier Wochen vor Gericht ist der Prozess gegen die mutmaßlichen Erpresser von John Travolta auf den Bahamas mit einem Paukenschlag zu Ende gegangen: Richterin Anita Allen erklärte den Prozess wegen Fehlverhaltens der Geschworenen für ungültig!

“Überraschend und merkwürdig

Der Grund dafür: während sich die Geschworenen am Abend des 21. 10. noch über das Urteil beraten hatten, war von bahamischen Medien bereits vermeldet worden, dass die Angeklagte Pleasant Bridgewater, eine Anwältin und ehemalige Senatorin, freigesprochen worden sei. Offenbar hatte ein Geschworener diese Information noch während der Beratungsphase per Telefon nach draußen weitergegeben. Richterin Allen ordnete deshalb einen neuen Prozess an – wann dieser stattfinden soll, ist zurzeit noch nicht bekannt.

“Das kam für uns völlig überraschend und war total merkwürdig”, kommentierte Mike Ossi, einer von John Travoltas Anwälten, gegenüber dem US-Magazin “People” den seltsamen Ausgang der Gerichtsverhandlung. Pleasant Bridgewater war bis zu dem Erpressungs-Skandal eine der vielversprechendsten Politikerinnen ihrer Partei (PLP) gewesen, und hatte wegen des Skandals ihr Amt zurücklegen müssen.

“Wollte vor Justiz flüchten!

Die Anklage hatte ihr vorgeworfen, zusammen mit Rettungssanitäter Tarino Lightbourn John Travolta erpresst zu haben: Travoltas autistischer Sohn Jett, 16, war am 2. 1. 2009 während eines Familienurlaubs auf den Bahamas an den Folgen eines Krampfanfalls verstorben. Travolta hatte – nach eigenen Angaben – seinen sterbenden Sohn mit seinem Flugzeug in die USA bringen wollen, da er sich dort für ihn bessere medizinische Hilfe erhoffte. Sanitäter Lightbourn ließ ihn daraufhin ein Formular unterschreiben, um belegen zu können, dass der Junge wegen des ausdrücklichen Wunsches seines Vaters nicht in ein lokales Krankenhaus auf den Bahamas gebracht worden war. Mit diesem sollen er und die Senatorin, die er in dieser Angelegenheit um Hilfe gebeten haben soll, den Star dann erpresst haben.

“Dieses Dokument ist der Beweis dafür, dass Herr Travolta sein Kind entweder absichtlich getötet hat, oder dass sein Schicksal ihm egal war. Er hat versucht mit dem toten Körper seines Kindes vor der Justiz zu flüchten”, soll Frau Bridgewater später zu Michael McDermott, einem weiteren Anwalt Travoltas gesagt haben.

Eine List?

Trotz der erdrückenden Beweislast gegen die Angeklagten – so hatte McDermott ein Treffen mit Sanitäter Lightbourne aufgezeichnet, bei dem dieser zugab, ein Verbrechen zu begehen – kamen die Geschworenen acht Stunden lang zu keinem Urteil. Während der letzten beiden Stunden war der Freispruch von Frau Bridgewater aber schon in den Medien verkündet worden. Anwalt Mike Ossi: “John war bestürzt. Er will nun mehr wissen.” Prominente Mitglieder von Bridgewaters Partei hatten dem Prozess immer beigewohnt, um sie zu unterstützen. Nun wird vermutet, dass der Anruf eine List war, um einer Verurteilung der Politikerin zuvorzukommen. Bei einem tatsächlichen Freispruch hätte es schließlich keinen Grund gegeben, diese Info nach draußen dringen zu lassen …

(seitenblicke.at/foto:ap)

  • VIENNA.AT
  • Promis
  • Justiz-Farce rund um Jett Travoltas Tod
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen