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Juni: Teurere Lebensmittel trieben Inflation auf 1,1 Prozent

Teurere Lebensmittel trieben die Inflation nach oben.
Teurere Lebensmittel trieben die Inflation nach oben. ©pixabay.com (Sujet)
Im Juni ist die Inflation auf 1,1 Prozent gestiegen. Grund dafür waren unter anderem teurere Lebensmittel.

Sechs Prozent höhere Fleischpreise und spürbare Verteuerungen um drei Prozent bei Nahrungsmitteln insgesamt haben die Inflationsrate in Österreich im Juni auf 1,1 Prozent klettern lassen. Im Mai waren es nur 0,7 Prozent gewesen, der tiefste Stand seit vielen Jahren. Sprit wirkte im Juni erneut preisdämpfend: Treibstoffe verbilligten sich um 18,2 Prozent im Jahresabstand, etwas weniger als im Mai.

Günstigerer Treibstoff wirkte preisdämpfend

Großteils kompensiert wurden die Verbilligungen bei Sprit im Juni jedoch durch Verteuerungen für Wohnen, wie die Statistik Austria am Freitag erklärte. Die Preise für Wohnung, Wasser, Energie stiegen binnen Jahresfrist im Schnitt um 2,3 Prozent und waren mit einem Einfluss von +0,43 Prozentpunkten auf den VPI der stärkste Preistreiber. Mieten allein legten um 3,7 Prozent zu, die Instandhaltung von Wohnungen kam um 3,0 Prozent teurer. Haushaltsenergie verbilligte sich dagegen um 0,5 Prozent, dank des um 24,3 Prozent günstigeren Heizöls. Die Strompreise wuchsen um 5,5 Prozent, Gas verbilligte sich um 1,2 Prozent.

Nahrungsmittel und Alkohol wurden teurer

Für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke musste im Juni im Schnitt um 2,9 Prozent mehr bezahlt werden als ein Jahr davor, nach lediglich 1,3 Prozent Anstieg im Mai. Dabei wurden Nahrungsmittel um 3,0 Prozent teurer (im Mai +1,4 Prozent). Hauptgrund waren die um 6,1 Prozent höheren Fleischpreise, die allein den gesamten VPI um 0,14 Prozentpunkte in die Höhe trieben. Aber auch Obst kam mit +7,6 Prozent spürbar teurer als ein Jahr davor. Für "Milch, Käse und Eier" musste im Schnitt um 3,0 Prozent mehr hingeblättert werden, Brot und Getreideerzeugnisse verteuerten sich moderat (+1,3 Prozent), Gemüse kostete gleich viel.

Durch die spürbaren Lebensmittelverteuerungen kostete im Juni auch der "Mikrowarenkorb" mit +3,6 Prozent deutlich mehr. Er enthält überwiegend Nahrungsmittel und spiegelt den täglichen Einkauf wider. Im Mai hatte der Anstieg hier 2,1 Prozent im Jahresabstand betragen. Das Preisniveau des "Miniwarenkorbs", der einen wöchentlichen Einkauf repräsentiert und neben Nahrungsmitteln auch Sprit enthält, sank um 1,7 Prozent - im Mai waren es sogar 3,1 Prozent Rückgang binnen Jahresfrist gewesen.

APA

Telefonieren und Faxen wurden billiger

Nachrichtenübermittlung kam im Juni im Schnitt um 2,5 Prozent billiger. Dabei sanken die Preise für Telefon- und Telefaxdienste um 1,5 Prozent, Mobiltelefone kosteten um 8,4 Prozent weniger. Flachfernseher wurden sogar 11,1 Prozent günstiger.

Die Preise für "Verkehr" sanken im Schnitt um 3,1 Prozent, dabei wurde Sprit 18,2 (Mai: 21,1) Prozent günstiger. Teurer wurden neue Kraftwagen (+3,5 Prozent) sowie Reparaturen privater Verkehrsmittel (+3,6 Prozent).

Um 1,7 Prozent billiger als vor Jahresfrist waren im Juni "Bekleidung und Schuhe". Dazu trugen vor allem günstigere Bekleidungsartikel (-2,3 Prozent) bei; Schuhe wurden 0,6 Prozent günstiger.

Preisniveau erhöhte sich von Mai auf Juni um 0,6 Prozent

Von Mai auf Juni erhöhte sich das Preisniveau in Österreich um 0,6 Prozent, angetrieben durch mit 1,5 Prozent im Monatsabstand doch ansehnlichen Verteuerungen bei Nahrungsmitteln. Bewirtungsdienstleistungen kamen binnen Monatsfrist um 1,3 Prozent teurer. Besonders stark zogen mit +21,4 Prozent die Preise für Übernachtungen im Ausland an. Preisdämpfend zum Vormonat wirkten vor allem die Preise für Bekleidungsartikel (-3,4 Prozent). Spürbar günstiger, um 7,0 Prozent, wurden Hotels der 4- und 5-Stern-Kategorie. Freiluftbäder-Eintrittskarten für Erwachsene wurden 13,1 Prozent billiger, Dosenbier um 5,2 Prozent günstiger.

Der Anstieg des für Eurozonen-Vergleiche ermittelten Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für Österreich lag im Juni ebenso wie der allgemeine VPI bei 1,1 Prozent. Im Mai waren es nur +0,6 Prozent gewesen.

(APA/Red)

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