Junge Menschen wollen die Welt verbessern

Nicht nur die Teilnehmer der Klimademo wollen die Welt verbessern. Laut einer Umfrage sind junge Menschen entschlossener die Welt zu verändern.
Nicht nur die Teilnehmer der Klimademo wollen die Welt verbessern. Laut einer Umfrage sind junge Menschen entschlossener die Welt zu verändern. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Eine internationale Umfrage der UNICEF und von Gallup zeigt, dass junge Menschen oft hoffnungsvoller und entschlossener sind die Welt zu verbessern.

Junge Menschen glauben, dass Gesundheitsversorgung, Bildung und Sicherheit für Kinder heute besser sind als noch in ihrer Eltern-Generation. Wie die Jugend auch im Vergleich zu Älteren denkt, zeigt eine internationale Umfrage, für die UNICEF und Gallup die Meinungen von Menschen zwischen 15 und 24 Jahren sowie über 40 Jahren einholten. Junge seien hoffnungsvoller und entschlossen, die Welt zu verbessern, schloss UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore in einer Aussendung.

Junge Menschen wollen laut einer Umfrage die Welt verbessern

Das zeigt sich im Hinblick auf den Klimawandel: Fast drei Viertel wünschen sich erhebliche Klimaschutzmaßnahmen von den Regierungen - mehr noch in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, in denen die Auswirkungen des Klimawandels wohl am stärksten zu spüren sein werden. Junge Menschen wollen außerdem mehr internationale Zusammenarbeit sowie Gleichberechtigung für LGBT-Personen. Die Umfrage lieferte national repräsentative Umfragen für 21 Länder in Afrika, Asien, Europa sowie Nord- und Südamerika, mehr als 21.000 Menschen wurden befragt.

Jüngere Menschen sind optimistischer

Unter anderem beim Klima und der globalen Zusammenarbeit gibt es laut Aussendung eine starke Übereinstimmung zwischen den Generationen. Nicht so ist dem beim globalen Denken. So sehen sich 39 Prozent der jüngeren im Vergleich zu 22 Prozent der älteren Generation als Teil der Welt anstatt ihrer Nation oder Heimat. Zudem sind die Jungen optimistischer: Mit 50 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit glauben sie auch in der Covid-Pandemie daran, dass die Welt besser wird.

Junge haben weniger Vertrauen in soziale Medien

Die Umfrage zeigte außerdem, dass junge Menschen mehr Vertrauen in die Informationen nationaler Regierungen, Wissenschafter und internationaler Nachrichtenmedien haben. Nicht einmal 20 Prozent vertrauen allerdings sozialen Medien "sehr", korrekte Informationen bereitzustellen.

59 Prozent glauben, dass Kinder heute höherem Druck unterliegen

Geht es um die wirtschaftliche Situation, tun sich Gräben zwischen den Ländern auf. Die Mehrheit aus Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen glaubt, dass Kinder in ihrem Land wirtschaftlich besser gestellt sein werden als ihre Eltern, in Ländern mit hohem Einkommen behauptet das weniger als ein Drittel. 59 Prozent glauben außerdem, dass Kinder heute einem größeren Erfolgsdruck ausgesetzt seien als früher. Mehr als ein Drittel fühlt sich oft ängstlich oder nervös.

In der Befragung waren 58 Prozent der 15- bis 24-Jährigen der Meinung, es sei sehr wichtig, dass die Politik Kindern zuhöre. "Die UNICEF-Umfrage unterstreicht, wie wichtig es ist, der nächsten Generation zuzuhören und ihre Perspektiven zu verstehen", hielt auch Joe Daly, Senior Partner bei Gallup, fest.

(APA/Red)

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