Jugendstudie: Schlussmachen per SMS verpönt

Die meisten österreichischen Teenager flirten und streiten mittels Kurznachrichten. Eine Beziehung, ob kurz oder lang, aber per SMS zu beenden, ist nicht en vogue.

Das Kommunizieren per SMS ist für die Jugend die mit Abstand wichtigste Handy-Funktion. Während das Beenden einer Beziehung via Kurzmitteilung bei 71,7 Prozent der heimischen Teenager verpönt ist, flirten und streiten die meisten per SMS. Für zwei Drittel ist das Mobiltelefon absolut unverzichtbar und immer dabei. Dies besagt eine aktuelle Studie von Marketagent im Auftrag von Telering, deren Ergebnisse am Montagvormittag bei einem Pressegespräch in Wien vorgestellt wurden.

779 Personen aus ganz Österreich zwischen 14 und 27 Jahren wurden für die Untersuchung “Jugendliche und ihr Handynutzungsverhalten” online befragt, erläuterte Marketagent-Geschäftsführer Thomas Schwabl. Einige der Ergebnisse überraschten die Experten: So legt beispielsweise nur etwa die Hälfte (53 Prozent) großen Wert auf ein modernes, aktuelles Gerät, so Telering-Marketingleiter Jörg Pribil. Es scheine wenig “Poser-Mentalität” zu geben.

Zwei Drittel schreiben täglich oder fast jeden Tag SMS, durchschnittlich sind es pro Person rund 15 täglich. Soziale Netzwerke und mobiles Internet am Handy gewinnen immer mehr Bedeutung, vor allem bei den Burschen.

Fernsehverbot war gestern, Handyverbot ist heute

Der Großteil der Befragten (87 Prozent) hat das erste Mobiltelefon vor dem 16. Geburtstag bekommen, die meisten als Geschenk (68,2 Prozent). 70,3 Prozent begleichen die Rechnung, die im Schnitt rund 25 Euro pro Monat ausmacht, selbst. Die Jugend ist durchaus kostenbewusst: Nur ein verschwindend geringer Anteil, knapp fünf Prozent, verbraucht mehr als 50 Euro monatlich. Ein altes Klischee bleibt weiterhin bestehen: Junge Männer telefonieren mit durchschnittlich 35 Minuten täglich um fünf Minuten weniger als die Frauen.

Was früher das Fernsehverbot war, ist laut Pribil heute das Handyverbot: Auf den TV-Konsum verzichten die jungen Österreicher mit großem Abstand leichter als auf ihr Handy – ein Fakt, den die meisten Eltern nutzen, um ihre Kinder wirkungsvoll zu bestrafen.

 

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