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Judas Priest brachten Ohren zum Klingeln

Crossover, Nu Metal oder schlicht Heavy Metal - schrille Gitarren, kreischende Vocals, treibende Bässe und satte Drums haben immer Saison, wenn auch stets unter anderen Namen.

Judas Priest gehören zur alten Schule, schließlich kam die britische Band aus den Siebzigern und feierte in den Achtzigern ihre größten Erfolge. Doch selbst in die Jahre gekommen verstehen die „Riff-Saurier“ weiter ihr Metier: Gestern, Freitag, Abend brachte die Truppe im Wiener Pepsi Music Club die Ohren der treuen Fanschar zum Klingeln.

Sänger Ripper Owens, der den legendären Rob Halford vor sechs Jahren am Mikro ersetzte, mag nicht ganz die stimmliche Klasse seines Vorgängers haben, ein solider Frontman ist er jedoch gewiss. Der Shouter rackerte sich mit seinen wesentlich älteren Kollegen durch ein fast zweistündiges Programm mit Songs, bei denen Freunde des Genres allein beim Nennen der Titel die Freudentränen in die Augen schießen. Ohne Kompromisse und Zugeständnisse an den Zeitgeist dröhnten Kaliber der Sorte “Metal Gods” und “Painkiller” wunderbar heftig.

Die Briten ließen kein Klischee aus und führten zurück in eine Dekade, als “Headbangen” und “Posen” noch erlaubt war. Neueres Material zeigte zwar die Schwäche der Band auf: Anno 2002 klingen Judas Priest wie ein Relikt, das seine besten Zeiten hinter sich hat. Doch bei den gestandenen Hadern wie “Living After Midnight” oder “Hell Bent For Leather” fährt die Gruppe noch immer ab wie eine Maschine.

Auch das zweite Flaggschiff des britischen Heavy Metal gibt ein starkes Lebenszeichen von sich, wenn auch aus der Konserve: Iron Maiden veröffentlichten die Doppel-CD “Rock In Rio” (EMI). Die Songs wurden bei einem Konzert am 19. Jänner 2001 in Brasilien vor einer unglaublichen Menschenmasse mitgeschnitten. “Wer vor 250.000 Menschen auftritt und keinen Adrenalin-Stoß bekommt, mit dem stimmt etwas nicht”, kommentierte Sänger Bruce Dickinson die Atmosphäre. Die Band ließ sich von der Begeisterung jedenfalls anstecken und brachte neue wie alte Songs kraftvoll zum Besten.

Gitarrist Adrian Smith über die Erfahrungen in Rio: “Der Flug mit dem Helikopter vom Hotel zum Auftritt – über diese gewaltige Menge an Leuten – war einfach unglaublich. Einen so großen Bereich hinter der Bühne habe ich noch nie gesehen: wie ein Flugzeughangar mit mehreren Bars.” Iron Maiden rockten sich mit drei Gitarristen durch ein Best-Of-Programm mit Genre-Klassikern wie “The Number Of The Beast” und “Sanctuary”. Eine DVD mit der Show soll dem Album demnächst folgen.

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