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Jil Sander Comeback

Feminin wie nie und dennoch modern und klar wie zu ihren Glanzzeiten - Jil Sanders Damenmode ist bei ihrer Rückkehr auf die Mailänder Laufstege begeistert aufgenommen worden.

Nach dreijähriger Pause bewies die Hamburgerin am Freitagabend bei den Defilees mit den Kollektionen Frühjahr/Sommer 2004, das sie ihren Platz unter den ganz Großen der Branche wieder einzunehmen vermag.

Im Jahr 2000 hatte Sander das von ihr gegründete Unternehmen im Streit mit dem neuen Mehrheitseigner, der italienischen Prada-Gruppe, verlassen. Die Rückkehr im vergangenen Mai glich einer Sensation. Schon einen Monat später präsentierte sie in Mailand die Herrenkollektion, die aber noch weitgehend von Milan Vukmirovic, der in ihrer Abwesenheit das Designteam anführte, konzipiert war. Die nun vorgestellten Damenmodelle sind die ersten, die wieder allein von Sander entworfen wurden.

Leichte Stoffe, helle Farben mit ganz viel Weiß und blassen Schilf-und Sepia-Tönen als Akzent sowie aus dem 15. Jahrhundert inspirierte Drucke bilden das Rüstzeug für Jil Sanders Comeback- Kollektion. Ein knielanges Trägerkleid, schmal am Oberkörper und mit Weite am Rockteil, ist ihr auffälligstes Element. Rüschen geben Puffärmeln am Kaschmirpulli zusätzliches Volumen, kräuseln sich an Krägen oder finden als subtil hingetupftes Detail auf einem Mantelärmel Platz.

Dolce & Gabbana hingegen waren im Dekor-Rausch. Das Mailänder Designerduo vermischte innerhalb eines Outfits verschiedene Blumenmotive mit grafischen Drucken. Muster und Farben gehören zum “Grundwortschatz” des italienischen Modehauses Etro. Die berühmten Etro-Paisleys erscheinen für den nächsten Sommer in knackigen Tönen oder werden für einen Trenchcoat überlackt. Seidenblusen in satten Farben, Mini-Kaftans und bestickte knielange Glockenröcke spiegelten die Atmosphäre exotischer Bazare wieder.

Antonio Marras gehört zu den derzeit viel versprechendsten Talenten der italienischen Mode. Der Sarde akzentuierte seine grafischen Muster-Arrangements und plakativen Farbkontraste, die vom Oberkörper auf die Strümpfe überschwappten, mit wuchtigen Perlenketten.

Gianfranco Ferre hingegen ist einer der Altmeister der Mailänder Modeszene. Er bestach am Freitagabend mit per Laser kunstvoll ausgestanzten opulenten Mustern und schwelgte in feurigen Rottönen. Auch Salvatore Ferragamo bearbeitete Leder per Laser und kombinierte die daraus entstandene Jacke zum Chiffonrock. Die Farbpalette von Lavendel bis zu den hellen Blautönen unterstreicht das Flair der sommerlichen Provence, die Inspirationsquelle des Traditionshauses aus Florenz.

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