Jihad-Anführer überlebt israelischen Angriff

Die israelische Luftwaffe hat nach palästinensischen Angaben eine Rakete auf das Haus eines Anführers der Extremisten-organisation Islamischer Jihad im Gaza-Streifen abgefeuert.

Stattdessen sei ein angrenzendes Gebäude getroffen worden, verlautete aus Kreisen der Organisation. Ob es Opfer gab, war zunächst nicht bekannt.

Der Angriff sei wahrscheinlich mit einem F-16-Kampfflugzeug ausgeführt worden und habe dem Jihad-Anführer Abdullah Shami gegolten, hieß es weiter. Shami habe aber überlebt. Der Angriff folgte einem palästinensischen Anschlag, bei dem am Sonntagabend bei Ofra im Westjordanland drei Soldaten getötet und einer schwer verletzt worden waren. Nach ersten Meldungen aus Krankenhaus-Quellen gab es mindestens fünf Verletzte, darunter zwei Kleinkinder.

Israel hat in der Vergangenheit immer wieder gezielt Anschläge auf Anführer des Islamischen Jihad oder anderer militanter Gruppen verübt. Diese sind für zahlreiche Selbstmordanschläge gegen Israelis verantwortlich. Seit Beginn des Aufstandes der Palästinenser gegen die Besatzungstruppen und für einen eigenen Staat vor gut drei Jahren sind mehr als 2.180 Palästinenser und etwa 830 Israelis getötet worden. Die meisten der Israelis starben bei Selbstmordanschlägen palästinensischer Extremisten in Israel.

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