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Jerusalem: Abschiebung Arafats "wahrscheinlicher"

Eine Abschiebung des palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat durch Israel ist nach den Worten von Außenminister Silvan Shalom wahrscheinlicher denn je. Shalom bezeichnete Arafat in einer am Donnerstag in Ausschnitten im Rundfunk verbreiteten Rede als Terroristen.

Shalom äußerte sich am Mittwochabend in einer Rede vor Mitgliedern seiner Likud-Partei. Zuvor hatte Verteidigungsminister Shaul Mofaz bekräftigt, dass die Regierung prinzipiell an ihren Plänen zur Vertreibung Arafats festhalte, auch wenn es dazu derzeit keine konkreten Pläne gebe. Shalom sagte: „Für Arafat ist kein Platz unter uns, und der Tag wird kommen, an dem wir ihn von diesem Land an einen anderen Ort bringen, und dieser Tag ist näher denn je. Arafat ist ein Terrorist. Arafat ist keine Person, mit der wir reden sollten.“

In der Reisewarnung des israelischen Außenministeriums hieß es am Donnerstag, es gebe konkrete Hinweise auf geplante Angriffe auf Touristen. Zehntausende Israels werden in der kommenden Woche während des jüdischen Neujahrsfest auf der Halbinsel Sinai erwartet. Nach Angaben von Reiseveranstaltern gab es bisher nur wenige Stornierungen.

Im nördlichen Gazastreifen gab es am Donnerstag Gefechte in der Nähe des Flüchtlingslagers Jabaliya. Nachdem bei einem Hubschrauberangriff ein Palästinenser getötet worden war, schoss ein israelischer Panzer später mit seinem Maschinengewehr auf eine Gruppe von Palästinenser in der nahe gelegenen Stadt Beit Lahia. Drei Menschen starben hier. Nach palästinensischen Angaben hatten einige Steine geworfen, andere zugeschaut.

In Jericho im Westjordanland erschossen israelische Soldaten am Mittwoch einen bewaffneten Palästinenser. Zwei weitere wurden verletzt, wie aus israelischen Militärkreisen verlautete.

Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon will den Siedlungsblock Gush Ezion sowie die Siedlerstädte Ariel und Maale Adumim im Westjordanland mit der umstrittenen Sperranlage umschließen und damit Israel einverleiben. Die Zeitung „Haaretz“ schrieb am Donnerstag, Sharon habe dies am Vortag bei einer Beratung mit der Militärspitze sowie Repräsentanten des Justizministeriums festgelegt. Bei dem Treffen sei ein Teil des neuen Verlauf des Sperrzauns im Bereich Jerusalem gebilligt worden. Die Route musste verändert werden, nachdem das Höchste Gericht Israels Ende Juni entschieden hatte, die Mauer störe das tägliche Leben der palästinensischen Bevölkerung zu erheblich.

Auf einem moslemischen Friedhof in Bethlehem hat die israelische Armee drei Sprengsätze kontrolliert zur Explosion gebracht, die dort von palästinensischen Extremisten versteckt wurden. Dabei seien drei Gräber beschädigt worden, hieß es am Donnerstag von Seiten palästinensischer Sicherheitskräfte. Ein Grab sei so stark zerstört worden, dass die darin bestattete Leiche freigelegt worden sei. Sie sei fünf Stunden nach der Sprengung in einem anderen Grab erneut beerdigt worden, sagte der Direktor des Büros für moslemische Kultstätten in Bethlehem, Nasr Nofal. Von Seiten des israelischen Militärs hieß es, in der Regel würden Sprengsätze dort zur Explosion gebracht, wo sie gefunden würden.

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