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Jemen - Opposition und Präsident wollen Machtübergabe besiegeln

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Die Opposition und Präsident Ali Abdullah Saleh im Jemen haben sich darauf geeinigt, eine vom Golf-Kooperationsrat vermittelte Vereinbarung für eine Machtübergabe zu unterzeichnen.

Das sagte ein Oppositionsvertreter am Mittwoch in Sanaa. Schon Anfang Mai sollte eine derartige Vereinbarung unterzeichnet werden, Saleh unterschrieb aber schließlich nicht.

Machtwechsel im Jemen steht bevor

Das Abkommen sah die Bildung einer Regierung der Nationalen Einheit unter Federführung der Opposition, die Übergabe der Macht vom seit 1978 amtierenden Saleh an den Vize-Präsidenten sowie ein Ende der Demonstrationen vor. 60 Tage nach dem Rücktritt Salehs soll es Neuwahlen geben.

Unterzeichnung noch am Mittwoch

Dieses Abkommen soll nun mit kleinen Änderungen nach Interventionen von amerikanischen und europäischen Diplomaten besiegelt werden, hieß es. Die Unterzeichnung soll laut dem Oppositionsvertreter Yahya Abu Usbua noch am heutigen Mittwoch erfolgen.

170 Tote bei Demos im Jemen

Im Jemen gehen die Massen gegen Saleh auf die Straßen. Bei den seit Februar andauernden Protesten töteten Sicherheitskräfte und bewaffnete Anhänger des Präsidenten bisher rund 170 Regimegegner. Mehr als 1.000 weitere wurden verletzt.

(APA/VOL)

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