Jeder dritte Deutsche bleibt im Urlaub zu Hause

Mehr als jeder dritte Deutsche will in diesem Jahr nicht verreisen. Die reise­lu­stigsten Europäer sind Schweden, Niederländer und Belgier, wie eine am Freitag veröffentlichte Studie des Nürnberger Marktforschers GfK ergab.

Am seltensten packen demnach die Bulgaren ihre Koffer – von ihnen planen in diesem Jahr nur 30 Prozent eine Reise.

Für den Urlaub richtig tief in die Tasche greifen dieses Jahr nur die wenigsten deutschen Bürger. Lediglich vier Prozent haben mehr als 2.000 Euro pro Kopf in der Urlaubskasse. Bei den meisten fällt das Budget deutlich geringer aus: Bei 37 Prozent liegt es zwischen 501 und 2.000 Euro. 15 Prozent wollen weniger als 500 Euro ausgeben, und 38 Prozent sparen sich den Urlaub ganz. Mit ihren Ausgaben liegen die Deutschen im westeuropäischen Mittelfeld.

Nach wie vor viele Deutsche lassen sich von Sonne und Wärme locken: 30 Prozent zieht es in südliche Gefilde wie Frankreich, Italien oder Spanien. Noch beliebter ist als Ziel nur Deutschland selbst: 37 Prozent verreisen innerhalb der Bundesrepublik. Damit zieht es die Deutschen aber immer noch überdurchschnittlich oft ins Ausland. Im internationalen Schnitt liegt die Quote derer, die im eigenen Land bleiben, bei rund zwei Dritteln.

Am Urlaubsort angekommen, wollen die meisten Deutschen dann nur noch eines: Entspannen. 69 Prozent erklärten, sie bräuchten im Urlaub nichts so sehr wie Ruhe und Erholung. Immerhin jeder Vierte nimmt sich aber vor, neben dem Liegestuhl auch die kulturellen Besonderheiten der Umgebung zu erkunden. Bei Amerikanern stehen hingegen meist andere Dinge auf dem Programm: Sie wollen Verwandte besuchen, Sport treiben oder die Nächte in Diskotheken verbringen.

Während in den USA und auch in fast allen Ländern Europas vor allem junge Menschen auf Reisen gehen, fahren in Deutschland auch viele ältere Menschen in den Urlaub. Grund dafür sei vor allem die verhältnismäßig gute finanzielle Situation der Senioren in Deutschland, erklärte der Geschäftsführer des GfK Vereins, Raimund Wildner.

Im Rahmen der Studie wurden rund 16.000 Personen aus 16 Ländern befragt. Dabei handelt es sich um Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, die Niederlande, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Spanien, Tschechien, die Türkei, Ungarn und die USA.

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