Jüdisches Museum: Eröffnung zweier aktueller Ausstellungen

Mit gleich zwei Ausstellungen wartet das Jüdische Museum auf: "Moderne auf der Flucht" und "100 Jahre Hoppauf Hakoah".

“Mit dieser Ausstellung wollen wir wieder eine Lücke in der österreichischen Kunstgeschichte der Zwischenkriegszeit schließen”, sagte Direktor Karl Albrecht- Weinberger am Dienstag anlässlich der Eröffnung der Ausstellung “Moderne auf der Flucht. Österreichische KünstlerInnen in Frankreich 1938-1945”, die das Jüdische Museum diesen Sommer gemeinsam mit der Ausstellung “100 Jahre Hoppauf Hakoah” zeigt. Weinberger verwies auf die Tatsache, dass viele der Künstlerinnen und Künstler in Vergessenheit geraten seien und nun wie schon bei anderen Ausstellungen des Museums der österreichischen Öffentlichkeit die Gelegenheit gegeben werden soll, diese näher kennen zu lernen. Weinberger dankte dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates des Museums, Thomas Lachs, von dem die Initiative zu dieser Ausstellung ausgegangen war. Lachs, der in wenigen Wochen seinen 70. Geburtstag feiert, war eines jener Emigrantenkinder, das Anfang der 40er Jahre gemeinsam mit seiner Mutter und Jose Floch, einem der vertriebenen Künstler auf der Flucht nach Amerika war. Das Jüdische Museum dankte dem Jubilar, der seit Gründung des Museums vor rund 20 Jahren an der Spitze des Aufsichtsrates steht. Auch Wien Holding-Direktor Peter Hanke, zu dessen Konzern das Museum gehört, würdigte den Jubilar als wichtige Persönlichkeit des Wiener Kulturlebens und verlässlichen Freund des Jüdischen Museums. Thomas Lachs hatte dem Museum vor kurzem einige Kunstwerke eben jener ausgestellten Künstler für die ständige Sammlung geschenkt. Er würdigte in seiner Eröffnungsrede die Arbeit des Museumsteams, das in den 15 Jahren seit der Eröffnung des Palais Eskeles zahlreiche richtungsweisende Ausstellungen gezeigt habe.

Als zweite Ausstellung präsentiert das Jüdisches Museum parallel zu dieser Kunstausstellung Dokumentation über die Geschichte der Hakoah, jenes jüdischen Sportvereins, der erst vor wenigen Monaten nach jahrelangen Restitutionsdebatten das Grundstück seines Sportplatzes zurückerstattet erhielt und ein neues Sportplatz errichten konnte. Die Ausstellung, die einen Überblick über die Geschichte des Vereins vor und nach dem Zweiten Weltkrieg gibt, wird ab 2009 im Hakoah-Sportzentrum weiter zu sehen sein.

“Moderne auf der Flucht” und “100 Jahre Hoppauf Hakoah” sind von 4. Juni bis 7. September im Jüdischen Museum zu sehen. Das zu den Kulturbetrieben der Wien Holding zählende Jüdische Museum ist von Sonntag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6,50 Euro /4,- Euro ermäßigt. Schulklassen haben freien Eintritt, Führungen und pädagogische Programme: Tel.: +43-1-535 04 31-311, 312 bzw. kids.school@jmw.at. Weitere Informationen zum Programm sind unter www.jmw.at zu finden.

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