Japanisches Transportraumschiff dockte erfolgreich an ISS an

Zum zweiten Mal hat ein unbemanntes japanisches HTV-Transportraumschiff an der Internationalen Raumstation ISS angedockt.

Die Manöver der HTV-Raumfähre zum Annähern und Andocken an der ISS seien in der Nacht planmäßig verlaufen, teilte die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa am Freitag mit. Der “Kounotori 2” (Storch) genannte Raumfrachter wurde durch den von der ISS-Besatzung gesteuerten Roboterarm an die Raumstation herangezogen, bevor er dort festmachte.

Das Transportraumschiff war am Samstag vergangener Woche mit einer H-2B-Rakete von Japan aus ins All abgehoben, um insgesamt 5,3 Tonnen Lebensmittel und Ausrüstung zur ISS zu bringen. In dieser Woche brach in der Nacht auf Freitag ein weiterer Frachter mit Forschungsgeräten und privater Post sowie frischer Verpflegung planmäßig zur ISS auf. Das Raumschiff vom Typ Progress hob nach Angaben der Agentur Itar-Tass um 02.31 Uhr MEZ mit 2,6 Tonnen Nachschub vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur ab. Nach zweitägigem Flug soll der Frachter am Sonntag in der Früh an der ISS andocken.

Eine erste HTV-Raumfähre hatte im September 2009 Nachschub zur ISS gebracht. Die Jaxa konzipiert und baut die H-2B-Raketen und die unbemannten HTV-Raumfähren gemeinsam mit dem Konzern Mitsubishi Heavy Industries (MHI). Bis 2015 will Japan jedes Jahr mindestens einen HTV-Raumfrachter zur ISS schicken.

Die zehn Meter langen, zylinderförmigen HTV-Transportraumschiffe haben einen Durchmesser von 4,4 Metern und können bis zu sechs Tonnen Fracht mitnehmen. Sie liefern nicht nur Nachschub, sondern nehmen auf dem Rückweg zur Erde auch Abfälle mit. Die Raumfrachter sind für den einmaligen Betrieb gebaut, daher will Japan noch fünf weitere herstellen.

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