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Jakarta: Islamisten bekennen sich zu Anschlag

Die Islamistengruppe Jemaah Islamiyah (JI) hat in einer im Internet veröffentlichten Erklärung die Verantwortung für den Anschlag in Jakarta übernommen. Australien sei "einer der schlimmsten Feinde Gottes und des Islams".

So hieß es in der am Donnerstag auf einer islamistischen Webseite veröffentlichten Erklärung, deren Echtheit zunächst nicht bestätigt werden konnte. Ein Gotteskämpfer habe erfolgreich eine „Märtyreroperation“ ausgeführt und die Autobombe vor der australischen Botschaft gezündet.

Die australischen und indonesischen Behörden hatten JI zuvor bereits des Anschlags mit neun Toten verdächtigt. Nach Angaben der indonesischen Polizei hat vermutlich der malaysische Extremist Asahari Husin die Bombe gebaut. Die indonesische Polizei sucht Husin auch als Drahtzieher des Anschlags auf Bali, bei dem im Oktober 2002 202 Menschen getötet worden waren.<

Neue Hinweise auf Jemaah Islamiyah

Nach dem Autobombenanschlag in der indonesischen Hauptstadt Jakarta mit neun Toten verdichten sich Hinweise, dass die radikalislamische Gruppe Jemaah Islamiyah für die Tat verantwortlich ist. Erste Untersuchungen zeigten deutliche Ähnlichkeiten mit den Anschlägen auf das Marriott-Hotel in Jakarta vom August 2003 und auf der Ferieninsel Bali im Oktober vor zwei Jahren, zitierten australische Medien am Freitag Australiens Polizeichef Mick Keelty. Beide Attentate werden der Jemaah Islamiyah zugeschrieben.

Bruchstücke der am Donnerstag vor der australischen Botschaft gezündeten Bombe seien den Splittern ähnlich, die nach dem Anschlag auf das Marriott-Hotel gefunden worden seien, sagte Keelty. Auch sei vermutlich eine ähnlicher Sprengstoff verwendet worden. Bei dem Anschlag waren mehr als 180 Menschen verletzt worden.

Australien weist Forderung nach Rückzug aus dem Irak zurück

Der australische Regierungschef John Howard hat Forderungen der Urheber des Anschlags in Jakarta nach einem Rückzug aus dem Irak zurückgewiesen. „Wir werden unsere Außen- oder Sicherheitspolitik nicht von terroristischen Drohungen bestimmen lassen“, sagte Howard am Freitag. Zuvor hatte sich die Islamistengruppe Jemaah Islamiyah in einer im Internet verbreiteten Erklärung zu dem Anschlag am Donnerstag in der indonesischen Hauptstadt mit neun Toten bekannt.

Mit dem Anschlag wollte die Gruppe laut dem Online-Bekennerschreiben, dessen Echtheit zunächst nicht bestätigt werden konnte, den Rückzug Australiens aus dem Irak erzwingen. Die Islamisten drohten mit weiteren Anschlägen, sollte ihrer Forderung nicht nachgekommen werden. Derzeit sind etwa 850 australische Soldaten in und um den Irak stationiert. Ihre Präsenz ist in ihrer Heimat umstritten: Am 9. Oktober stehen in Australien Parlamentswahlen an. Die oppositionelle Labour-Partei hat angekündigt, im Falle eines Sieges die Truppen nach Hause zu beordern. Der Bombenanschlag vor der australischen Botschaft in Jakarta steht nach Einschätzung des australischen Außenministers Alexander Downer nicht in Zusammenhang mit den anstehenden Wahlen in Australien. „Wir haben keine Informationen darüber, dass (der Anschlag) mit der Wahl in Indonesien oder der Wahl in Australien zusammenhängt“, sagte Australiens Chefdiplomat am Donnerstag vor Journalisten in Jakarta.

Downer nannte es ein Wunder, dass die Botschaftsangestellten mit leichten Verletzungen davongekommen seien. Dies sei hauptsächlich den starken Sicherheitsvorkehrungen in und um die diplomatische Vertretung zu verdanken. Der Minister sagte den indonesischen Behörden Unterstützung bei der Suche nach den Tätern zu.

Nach Angaben Downers war die vor der australischen Botschaft in Jakarta explodierte Bombe von einer größeren Sprengkraft als die von Bali. Bei dem Attentat auf der Ferieninsel Bali waren im Oktober 2002 202 Menschen getötet worden.

Warnung vor dem Anschlag?

Die indonesische Polizei hat nach Angaben des australischen Premierministers John Howard kurz vor dem tödlichen Bombenanschlag auf die australische Botschaft in Jakarta eine entsprechende Warnung erhalten. Bei der Polizei sei am Donnerstag um 09.30 Uhr (Ortszeit) eine Drohung eingegangen, dass westliche Botschaften angegriffen werden könnten, wenn der in Jakarta einsitzende islamistische Geistliche Abu Bakar Bashir nicht freigelassen werde, sagte Howard am Freitag vor Journalisten in der australischen Hauptstadt Canberra.

Etwa eine Dreiviertelstunde später habe sich der Bombenanschlag vor der Botschaft in der indonesischen Hauptstadt ereignet – seines Wissens nach hätten die indonesischen Behörden die Drohung aber erst gegen 17.30 Uhr (Ortszeit) an die australische Polizei weitergeleitet.

Es gebe Hinweise darauf, dass weitere Anschläge folgen könnten, sagte der Regierungschef. Dies sei „eindeutig möglich“.

Das indonesische Gesundheitsministerium teilte mit, von den rund 180 Verletzten würden noch 39 im Krankenhaus behandelt. Von neun Menschen, die bei dem Anschlag am Vortag getötet wurden, seien erst sechs identifiziert.

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