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Jährlich 126 Tonnen Mikroplastik aus Österreichs Waschmaschinen im Abwasser

126 Tonnen Mikroplastik gelangen aus Österreichs Waschmaschinen jährlich ins Abwasser.
126 Tonnen Mikroplastik gelangen aus Österreichs Waschmaschinen jährlich ins Abwasser. ©Pixabay.com (Sujet)
Erschreckend: Hochgerechnet rund 126 Tonnen Mikroplastik gelangen jährlich über Österreichs Waschmaschinen ins Abwasser. Das zeigte ein Test von Greenspeace am Wiener Umweltbundesamt, für den Polyester-Blusen von acht gängigen Anbietern gewaschen und die entwichenen Plastikfasern gezählt worden sind.

"Umgerechnet etwa vier Millionen Plastikflaschen spülen wir jährlich mit unserer Kleidung in das Abwasser. Schuld daran ist die Fast-Fashion-Industrie, die einen Großteil der Kleidung aus billigen Plastikfasern produziert", stellte Nunu Kaller, Expertin für Konsumfragen bei Greenpeace in Österreich, klar. Rund 60 Prozent der neu hergestellten Kleidung besteht bereits aus Kunstfaser. "Die Fast-Fashion-Industrie, die im Wochentakt neue Billig-Mode auf den Markt bringt, befeuert die Plastik-Krise. Für etwa ein Drittel des Mikroplastiks, das in unseren Meeren landet, sind Kunstfasern verantwortlich, die bei der Wäsche verloren gehen", sagte Kaller. Greenpeace empfiehlt daher umweltbewussten Konsumenten, auf Kleidung aus Kunstfaser zur Gänze zu verzichten.

Fast Fashion sorgt für enorme Umweltbelastung durch Mikroplastik

Für den Greenpeace-Test waren acht verschiedene langärmelige Blusen aus 100 Prozent Polyester der gängigsten Fast-Fashion-Hersteller ausgewählt worden, die mit einer handelsüblichen Waschmaschine im Schonwaschgang gereinigt wurden. Unter den Blusen war auch eine aus recyceltem Polyester. Das bedeutet, dass das Material aus Plastikmüll neu gesponnen wurde. "Das ist zwar insofern gut, dass kein neues Erdöl für die Produktion der Plastikfaser verwendet wird, am Endergebnis ändert es aber nichts. Polyester fasert beim Waschen reines Mikroplastik ins Abwasser, egal, ob es sich dabei um recyceltes Polyester handelt oder nicht", erläuterte Kaller.

(APA/Red.)

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