Jackos Mutter krallt sich die Erben

Der Kampf um das Vermächtnis des King Of Pop ist voll entbrannt: Nun hat ein Gericht entschieden, dass Michael Jacksons Erben, seine drei Kinder, vorerst bei ihrer Großmutter bleiben. Doch schon bald wird mit einer Anfechtung dieses Urteils gerechnet ...

Prince Michael I., Paris Michael und Prince Michael II., genannt Blanket (“Decke”). Für die drei Kinder von Michael Jackson ist derzeit nur eines wichtig: mit dem Verlust ihres Vaters klarzukommen – und sie verstehen wohl noch nicht, wie wichtig wiederum sie für einige Menschen sind. Dabei beruht diese Begierde nicht unbedingt auf unermesslicher Liebe zu den Kids, vielmehr ist es die Liebe zu Ruhm und Reichtum, die einen regelrechten Kampf um die drei kleinen Jacksons erwarten lassen.

Oma will die Erben

In Los Angeles wurde vier Tage nach Jackos Tod nun die erste Entscheidung im Erbfolgestreit getroffen: Michaels Mutter Katherine Jackson bekam das vorläufige Sorgerecht über ihre Enkeln zugesprochen. Die 79-Jährige hatte einen dementsprechenden Antrag gestellt und war damit die erste (und bisher einzige), die das Erbe, pardon: die Kinder, beansprucht.

In dem Antrag erklärte Katherine, die Kinder hätten “keinerlei Beziehung zu ihrer leiblichen Mutter” Debbie Rowe, jedoch eine “langjährige Beziehung” zu ihr selbst. Ob Rowe, die zuletzt dementiert hatte, kein Interesse an ihren Kindern zu haben, nun ebenfalls das Sorgerecht beanspruchen wird, ist unklar. Angeblich rechnet die Jackson-Familie aber damit, dass es zu einem echten Kampf um Prince Michael, Paris und Blanket kommen könnte. Verschärft wird die Situation dadurch, dass bisher kein Testament von Michael Jackson auftauchte und niemand weiß, ob überhaupt eines existiert.

Sorgerechtstreit?

Auch wenn das Vermögen des King of Pop zuletzt keines mehr war und die Schulden des einstigen Milliardärs astronomische Höhen erreicht hatten, so steckt dennoch in Jacksons Besitztümern nach wie vor genug Potential, um davon gehörig profitieren zu können. So soll es angeblich 200 unveröffentlichte Jackson-Songs geben, deren Rechte Michael seinen Kindern vermacht hat. Sollten diese Lieder tatsächlich existieren, wären sie aktuell mit Sicherheit Millionen wert.

Auch die Wertgegenstände, die Jacko jahrelang massenweise um horrende Summen angehäuft und auf seiner Neverland-Ranch gelagert hatte, brächten bei ihrer Versteigerung ein hübsches Sümmchen ein. Der Sänger hatte ein paar Monate vor seinem Tod eine derartige Auktion bereits angesetzt, jedoch im letzten Moment wieder abgesagt, weil er hoffte, mit den Einnahmen seiner geplanten London-Konzerte diverse Gläubiger ausbezahlen zu können.

Ironie des Schicksals: Aufgrund des Ablebens von Michael Jackson sind dessen Platten derzeit weltweit wieder so hoch im Kurs, dass die Tantiemen aus den Songs und die Verkäufe der CDs die Schulden des Popkings rapide schrumpfen lassen. Wie sang Falco einst so schön: “Muss ich denn sterben, um zu leben?”

(Foto: AP)

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