Italiener Roberto Rosetti leitet das Finale

Italien wird im 13. EM-Endspiel trotz des Aus­scheidens des Fußball-Weltmeisters vertreten sein - nämlich durch Schiedsrichter Roberto Rosetti.

Die UEFA-Schiedsrichter-Kommission in Zürich nominierte am Montag den Azzurro Roberto Rosetti als Spielleiter des Finales am Sonntag (20.45 Uhr) im Wiener Happel-Stadion, in dem der Nachfolger von Griechenland ermittelt wird. Unterstützt wird der 40-Jährige an den Linien von den Assistenten Alessandro Griselli und Paolo Calcagno.

Rosetti hatte während des 13. EM-Turniers schon drei Partien geleitet und zwar das Eröffnungsspiel am 7. Juni in Basel Schweiz – Tschechien (0:1), am 14. Juni in Salzburg Griechenland – Russland (0:1) und am 20. Juni in Wien das Viertelfinale Kroatien – Türkei (1:1 n.V., 1:3 im Elferschießen). Mit dem Finale geht er wie Horacio Elizondo vor zwei Jahren in die Fußball-Historie ein. Auch der Argentinier hatte in Deutschland die erste und letzte Partie (WM) geleitet.

Die UEFA-Schiri-Kommission kürte Rosetti mit seiner jüngsten Nominierung zum Referee der EURO 2008. Vier Einsätze in Österreich und der Schweiz hatte kein anderer Kollege bekommen. Rosetti hat viele internationale Erfahrungen gesammelt und auch schon im Konfed-Cup und der Champions League gepfiffen. So wurde er zuletzt mit der Leitung des Semifinal-Rückspiels zur heurigen Champions League Chelsea – Liverpool (3:2 n.V.) am 30. April in London betraut.

Rosetti, Sohn einer kroatischen Mutter und eines italienischen Vaters, ist im Zivilberuf Direktor eines Krankenhauses. Auch die österreichischen Auswahl-Spieler haben den Italiener schon in einem Länderspiel kennengelernt. Am 21. August 2002 tanzten Manninger, Aufhauser und Co nach dem Pfeiferl des Referees, wobei sie im Baseler St. Jakob-Park eine 2:3-Niederlage bezogen.

Das erste EURO-Semifinale am Mittwoch (20.45 Uhr) im Baseler St. Jakob-Park zwischen Deutschland und der Türkei wird der Schweizer Massimo Busacca (mit den Assistenten Matthias Arnet und Stephane Cuhat) pfeifen. Referee des zweiten Halbfinalduells Russland – Spanien am Donnerstag (20.45 Uhr) im Happel-Stadion ist der Belgier Frank Bleeckere, der von Peter Hermans und Alex Verstraeten unterstützt wird.

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