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Italiener droht Tiroler Bergrettung nach Einsatz mit Klage

Sogar ein Hubschrauber wurde eingesetzt
Sogar ein Hubschrauber wurde eingesetzt ©APA (Archiv/ÖAMTC)
Ein 40-jähriger Italiener, der sich vergangenen September im Wildpark Assling in Osttirol bei einem Sturz verletzt hatte, will nun die Einsatzkosten der Bergrettung von rund 660 Euro nicht bezahlen.
Deutsche Wanderer wollen Bergretter verklagen

Der Mann hatte den Abtransport durch die Retter verweigert, droht jetzt aber mit einer Schadenersatzklage wegen der "missglückten Rettung", berichtete die Tiroler "Kronen-Zeitung" (Donnerstagsausgabe).

40-Jähriger fiel Böschung hinunter

Der Süditaliener hatte am 3. September den Wildpark besucht. Als er dort ein Foto seines Kindes machen wollte, drohte es über eine kleine Böschung zu stürzen. Beim Versuch zu helfen fiel der 40-Jährige allerdings selbst hinunter und klagte anschließend über starke Rückenschmerzen.

Mann drohte Bewusstsein zu verlieren

Während der Anfahrt der Bergretter habe es dann sogar geheißen, dass der Italiener das Bewusstsein verlieren würde, woraufhin der Notarzthubschrauber alarmiert wurde, berichtete Thomas Zimmermann, Leiter der Bergrettungsortsstelle Lienz.

Italiener lehnte Hilfe ab

Als die Bergretter am Unfallort eintrafen, verweigerte der Mann jedoch jede Hilfe und lehnte den Abtransport durch die Bergrettung bzw. den Notarzthubschrauber ab. Er hatte laut "Kronen Zeitung" in der Zwischenzeit in Eigenregie ein Schmerzmittel eingenommen.

Für den Einsatz wurden dem Mann 663,74 Euro in Rechnung gestellt. Später im Krankenhaus wurde bei dem 40-Jährigen ein Wirbelbruch diagnostiziert.

Verletzter will Rechnung nicht bezahlen

Ende April erhielt die Landesleitung der Bergrettung Tirol schließlich ein Schreiben des Italieners. Die Rechnung sei gegenstandslos, weil die Einsatzkräfte dem Patienten keine angemessene Behandlung angeboten und ihn nicht ins Spital transportiert hätten, hieß es darin.

Schadenersatz für "missglückte Rettung"

Sollten die Kosten nicht erlassen werden, werde Klage eingebracht und entsprechender Schadenersatz für die "missglückte Rettung" gefordert, so das Schreiben weiter. Seitens der Bergrettung werde man den Betrag jedoch weiter einfordern, sagte Landesleiter Hermann Spiegel der "Kronen Zeitung".

Ähnlicher Fall

Bereits vor rund einem Monat sorgte ein ähnlicher Fall in Tirol für Aufsehen. Zwei Schneeschuhwanderer aus Deutschland kündigten ebenfalls an, die Kosten für ihre Rettung nicht zu bezahlen und drohten mit Klage. Die Männer entschlossen sich dann aber doch dazu, die Rechnung zu begleichen.

(APA)

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