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Italien schiebt 227 Flüchtlinge nach Libyen ab

Die Flüchtlinge waren am Mittwoch an Bord von drei Booten in den Gewässern zwischen Italien und Malta gerettet worden. "Libyen hat zugestimmt, die Migranten wieder aufzunehmen, die von seinen Küsten abgefahren sind", erklärte dazu der italienische Innenminister Roberto Maroni.

“Es handelt sich um eine Wende im Kampf gegen die illegale Migration. Dieses Resultat ist der intensiven diplomatischen Arbeit mit Tripolis zu verdanken, die wir in den vergangenen Jahren geführt haben.”

Die Flüchtlinge hatten in drei Booten die Überfahrt von Nordafrika nach Europa angetreten. Rom war der maltesischen Aufforderung am Mittwoch zunächst nicht nachgekommen, sie zu der nahe gelegenen Insel Lampedusa zu bringen. Die Flüchtlingsboote hatten in einer Zone Hilfe angefordert, in der nach italienischen Angaben Malta für Rettungsaktionen zuständig ist. La Valletta erwiderte dagegen, dass in einem solchen Fall das nächstgelegene Land handeln müsse. Der für die Migranten am nächsten liegenden Hafen sei in diesem Fall Lampedusa. Nach langwierigen Verhandlungen eilte ein italienisches Frachtschiff den Migranten zu Hilfe. Maltas Regierungschef Lawrence Gonzi hatte die zunächst abwartende Haltung der Regierung in Rom scharf kritisiert.

Maroni kritisierte Malta: “Italien hat über 600 Mal Flüchtlinge in maltesischen Gewässern gerettet. Jetzt haben wir beschlossen, dass wir nur dort eingreifen werden, wo es unsere Aufgabe ist”, sagte Maroni. Er berichtete, dass Italien und Tripolis in den nächsten Tagen gemeinsam bei der Überwachung der libyschen Küsten zur Bekämpfung der illegalen Migration zusammen arbeiten werden. Auf diese Weise solle die Abfahrt von illegalen Einwanderern nach Italien verhindert werden.

Seit kurzem haben die diplomatischen Zwistigkeiten zwischen Malta und Italien um die Aufnahme von Bootsflüchtlingen stark zugenommen. Im April konnten 140 Afrikaner, die von einem türkischen Schiff aus dem Meer gerettet worden waren, erst nach einem längeren Tauziehen zwischen den beiden EU-Ländern auf die italienische Insel Lampedusa gebracht werden. Immigrationsprobleme spielen in beiden Ländern im Wahlkampf wenige Wochen vor den Europawahlen eine erhebliche Rolle.

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