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Italien: Politiker fordert Kastration

Der Vizepräsident des römischen Senats, Roberto Calderoli, hat die Kastration von Kinderschändern gefordert, wenn nachgewiesen sei, dass eine Therapie nicht helfe.

Calderoli reagierte auf den brutalen Mord an einer Zweijährigen in der Ortschaft Citta di Castello, die am Dienstag ums Leben gekommen war, nachdem sie von einem Freund ihrer Familie vergewaltigt und schwer misshandelt worden war.

„Wenn man so etwas sieht, denke ich, dass die Kastration die einzige Lösung ist, damit solche Menschen die Gesellschaft nicht gefährden. Ich weiß nicht, ob man sich für die chirurgische oder für die chemische Kastration entscheiden sollte. Aber man muss etwas tun, um zu verhindern, dass diese Menschen solche grausame Taten begehen”, so Calderoli.

Nach offiziellen Angaben gibt es in Italien etwa 21.000 Pädophile, täglich würden zwei Kinder Opfer von sexuellem Missbrauch. Im Internet seien 50.000 pornografische Web-Seiten mit Kindern entdeckt worden. Psychologen forderten italienische Eltern auf, ihren Kindern die Gefahr bewusst zu machen, in die sie geraten können. Zu diesem Zweck soll in den nächsten Wochen eine Fernsehkampagne beginnen.

Vincenzo Mastronardi, Professor für Kriminologie an der römischen Universität „La Sapienza”, unterstrich die Notwendigkeit, Pädophile nicht allein zu lassen und sie zu behandeln. „Genau wie bei Drogensüchtigen gibt es einen hohen Prozentsatz von Besserung, wenn die Person sich freiwillig zu einer Behandlung entschließt”, so Mastronardi.

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