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Italien: Parmalat plant Abkommen mit Gläubigern

Fünf Monate nach dem Zusammenbruch des italienischen Nahrungsmittelkonzerns Parmalat sieht der Milchmulti Licht am Ende des Tunnels.

Parmalats Insolvenzverwalter Enrico Bondi will der Regierung Berlusconi am 31. Mai einen Vorschlag für ein Abkommen mit den Gläubigern und einen tiefgreifenden Umstrukturierungsplan vorlegen. Ziel ist, den Konzern so rasch wie möglich an die Mailänder Börse zurückzubringen, von der er Mitte Dezember 2003 gestrichen worden war.

In den kommenden Tagen ist ein weiteres Treffen zwischen Bondi und den Gläubigern geplant, bei dem der Insolvenzverwalter die Details seines Sanierungsplans vorstellen will. Bondi erwägt offenbar, seine Milchproduktion in den USA doch zu behalten. Die bisher eingereichten Angebote für die drei Parmalat-Töchter Farmland Dairies, Parmalat USA und Milk Products of Alabama liegen unter den Erwartungen einiger Parmalat-Gläubiger, hieß es aus Parmalat-Kreisen.

Der internationale Milchkonzern aus der Stadt Parma hatte in den vergangenen Monaten für den größten Finanzskandal in der Geschichte der italienischen Wirtschaft gesorgt. Jahrelang waren von der Konzernleitung unter dem Parmalat-Chef und Hauptaktionär Calisto Tanzi systematisch Bilanzen gefälscht worden. Rund 14 Mrd. Euro, schätzen die Ermittler, sind im Laufe der Jahre bei Parmalat durch die Bilanzlöcher gesickert und verschwunden.

Zurzeit feilt Bondi noch an einem ehrgeizigen Sanierungsplan. Die Parmalat-Belegschaft soll von zuletzt 32.000 auf 17.000 halbiert werden, die Zahl der Niederlassungen will er von 132 auf 77 reduzieren. Auch die Zahl der Marken im Parmalat-Portfolio soll stark reduziert werden.

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