Italien erreicht nur 1:1-Remis gegen Rumänien

Weltmeister Italien mühte sich gegen geschickt spielende Rumänen zu einem 1:1-Remis - Tormann Buffon musste gar einen Elfer entschärfen. Bilder 

Italien hängt bei der Fußball-EURO-2008 in den Seilen. Nach dem 0:3-Debakel zum Auftakt gegen die Niederlande kam der Weltmeister am Freitag in seinem zweiten Match der Gruppe B gegen Rumänien nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. In der sehenswerten Partie im Züricher Letzigrund brachte Italien-Legionär Adrian Mutu die Rumänen in Führung (55.), im Gegenzug gelang Christian Panucci der Ausgleich (56.). Eine Niederlage Italiens verhinderte im Finish Goalie Gianluigi Buffon, der einen Elfmeter von Mutu parierte (81.).

Damit stehen die Italiener nach zwei Partien mit nur einem Punkt da und in ihrem abschließenden Gruppenmatch am Dienstag gegen Vizeweltmeister Frankreich gehörig unter Zugzwang. Die Rumänen haben damit nach dem Vizeweltmeister Frankreich (0:0) auch dem Weltmeister ein Remis abgetrotzt. Über die genaue Ausgangslage im Viertelfinalrennen entschied die zweite Gruppenpartie vom Freitag zwischen Frankreich und den Niederlanden.

Nach dem Match gegen die Niederländer krempelte Teamchef Roberto Donadoni seine Startelf ordentlich um, nämlich auf gleich fünf Positionen. Statt Andrea Barzagli, Marco Materazzi, Gennaro Gattuso, Massimo Ambrosini und Antonio Di Natale kamen Fabio Grosso, Giorgio Chiellini, Alessandro Del Piero (Kapitän), Daniele De Rossi und Simone Perrotta zum Zug.

Beide Teams suchten ihr Heil von Anfang an in der Offensive. Auch die Rumänen, die sich vier Tage zuvor in einem ganz schwachen Spiel gegen Frankreich zu einem 0:0 gemauert hatten. Italiens Schlussmann Gianluigi Buffon musste schon in der Anfangsphase seine ganze Klasse aufbieten und war gegen den alleine auf ihn zustürmenden Mutu (16.) sowie bei einem Gabriel-Tamas-Freistoß (18.) auf dem Posten. Bei einem von Panucci abgefälschten Freistoß von Cristian Chivu wäre aber auch Buffon geschlagen gewesen, der Ball landete jedoch an der linken Stange (20.).

Im Vergleich dazu weniger zwingend kamen die Italiener in der Anfangsphase vors rumänische Tor, auch wenn sie deutlich mehr Spielanteile hatten. Kopfbälle durch Del Piero (9.) und Luca Toni (17., 27.) verpassten das Gehäuse. Kurz vor der Pause zeichnete sich aber dann auch der Rumänien-Schlussmann Bogdan Lobont aus, der bei zwei Kopfbällen von Toni (jeweils 40.) toll parierte. Glück hatten die Rumänen in der Nachspielzeit der ersten Spielhälfte, in der Toni per Kopf traf, Schiedsrichter Tom Henning Övrebö jedoch zu Unrecht auf Abseits entschied.

Noch viel bitterer wurde es für die Italiener kurz nach der Pause. Ein Blackout von Gianluca Zambrotta ermöglichte den Rumänen die Führung. Der Verteidiger spielte per Kopf zu Buffon zurück, doch Mutu spritzte dazwischen und der Fiorentina-Legionär spitzelte den Ball aus sieben Metern unter die Latte (55.). Die Antwort der Italiener ließ aber nur wenige Sekunden auf sich warten, nach De-Rossi-Corner und Chiellini-Kopfball drückte Panucci den Ball aus kurzer Entfernung über die Linie (56.).

Die Partie blieb lebhaft, Grosso rettete im letzten Moment vor Florentin Petre (59.) und auf der anderen Seite kam Toni bei einer Hereingabe nur um Zentimeter zu spät (63.) und Lobont entschärfte einen De-Rossi-Kopf-Kopfball (68.).

Zehn Minuten vor Schluss stand Italien dann ganz knapp vor dem Abgrund. Panucci rang im Strafraum Nicolae Dica zu Boden, Övrebö entschied auf Elfmeter. Mutu lief an, doch Buffon hielt den zu unplatzierten Schuss mit Hand und Fuß. Ähnliche Glanztaten seiner offensiven Kollegen blieben aus, es blieb beim 1:1.

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